Scott Denton verliebt sich in die süße Karen , deren Vater , im Auftrag der Regierung , an einem geheimen Projekt eines Miniaturhubschrauber arbeitet . Als Karens Vater ermordet wird , wird nicht nur diesem der Schuld an seinem eigenen Tod gegeben , sondern auch noch Scotts Vater , da jener beim Militär für das Projekt verantwortlich war . Also entschließen sich Scott und Karen selber auf Spurensuche zu gehen und zu recherchieren , was wirklich hinter dem Tod von Karens Vater steckt . Dabei kommen sie bald einer fremden Macht auf die Spur , die sich offenbar für die kleinen Kampfmaschinen interessiert ...
Die 1980er Jahre waren die Hochzeit ( nicht wie das Wort für den Beginn der Ehe auszusprechen ) und die wahrscheinlich einzige Zeit eines Genres , das ich als " Teenie-Cyber-Agenten " Genre bezeichnen würde .
Damals - zur Zeit des Kalten Krieges - wurden immer wieder junge Leute in die Machenschaften zwischen den beiden Großmächten hineingezogen oder mussten verhindern , dass Erfindungen , die aufgrund des Kalten Krieges gemacht wurden , die Welt zerstören . Wichtig war dabei auf jeden Fall immer eine moderne Erfindung , die es zu beschützen oder aufzuhalten galt . Komischerweise fallen mir momentan nur ein paar Beispiele ein , die nicht ganz so gut passen , wie " Wargames " , " Manhattan Project " oder " Project X " , aber mein Wort darauf - es gibt noch mehr und bessere Beispiele .
Jedenfalls fällt in diese Kategorie auch " Defense Play " , der den " Genreregeln " ziemlich genau folgt . Junger Mann mit Talent , dessen Loveinterest die Tochter des Entwicklers der kleinen Hubschrauberdrohnen ist , kommt auf die Spuren eines ausländischen Komplotts und muss dafür sorgen , dass diesem Einhalt geboten wird . Natürlich ist der Vaters des jungen Mannes auch noch ein hohes Tier beim Militär , er könnte aber auch alternativ selber der Forscher sein oder wenigstens in der Forschungseinrichtung arbeiten . Dazu hat der junge Scott einen " crazy " Freund , der auch mal bereit ist seine eigene Zukunft aufs Spiel zu setzen , weil er den jungen Mann aus dem Gefängnis befreit , was - wenn Scott auch unschuldig ist - doch irgendwie eine Straftat wäre .
Also alles wie gehabt , jedoch eher auf TV Film Niveau , wobei dies nie groß negativ wirkt und man nicht das Gefühl hat nur eine Doppelfolge von " Mord ist ihr Hobby " zu sehen . Dennoch ist Hollywood auf Sparflamme angesagt , denn , außer einer nicht gerade nervenzerrenden Verfolgungsjagd mit dem Auto , gibt es am Ende nur noch einen Kampf der Miniaturhubschrauber , der dann auch so ausfällt , wie es sich anhört - nämlich Mini . Sonst streut man noch ein wenig Stock Footage von Kampfflugzeugen über der Wüste oder Bilder während eines Raketenstarts ein , wobei das Raketenmaterial angeblich aus dem Klassiker " Unternehmen Capricorn " stammt .
Dafür verfügt der Film natürlich über den passenden Schuss 80er mit College Football Jacken , klobigen Computern mit Benutzeroberfläche aus Texten , riesigen Brillen und jungen Leuten , die in ihren eigenen Jeeps durch die Landschaft düsen .
Fazit : Teenie-Cyber-Agenten Film nach Schema F mit einer dazugemischten Portion " Das fliegende Auge " und mit dem Budget eines TV Pilotfilms . Einerseits ein Stück , dem man die 1980er Jahre ständig ansehen kann , der aber durch das Thema Miniaturdrohnen schon fast wieder aktuell erscheint . Schlecht ist das nicht , wenn man solche Filme denn mag , aber weltbewegend sieht anders aus ...
*** Der Film wurde im englischen Original gesehen !!!
P.S: Der Film sollte nicht mit seinem " Titelzwilling " " Defense Play " aka " I.F.O. Air Racing " von Ulli Lommel verwechselt werden , der ein Jahr früher entstand und eine verblüffend ähnliche Geschichte eines Jungen , seiner Freundin und eines Miniaturhubschraubers der US Regierung erzählt !