Super Amateur-Actionfilm, der den Spagat zwischen Hommage und Parodie auf reaktionäre 80er-Cop-Action meistert und dabei Sachverstand für das Genre beweist. Es ist ein Standard-Plot, in dem zwei Cops einen bösen Drogendealer schnappen müssen und sich dabei mit Selbstverständlichkeit über alle Regeln hinwegsetzen.
Auch wenn der Film klar in Deutschland gedreht wurde, gaukelt man mit ein paar Establishing Shots von New York vor, die Handlung würde sich dort abspielen.
Die Action ist solide inszeniert und bietet große Abwechslung, denn neben Kloppereien, Trainingsmontage, (mickrigen) Explosionen und blutigen Shootouts gibt es sogar eine Autoverfolgungsjagd zu sehen. Sachschaden gibt es budgetbedingt zwar keinen, vermisst habe ich ihn aber auch nicht. Dafür war ich zu gestoked vom exzellenten Elektro-Soundtrack, der massiv Power hat und im authentischen Retro-Style daherkommt, lange bevor es zum Trend wurde. Killer!
Der Ein-Mann-Dub steigert den Trash-Wert und die Cops spielen sich verbal die Bälle in kreativen Dialogen zu:
"Der Krümel wird nicht der Einzige sein, der hier rumlungert. Und wo die Krümel sind, da ist der Kuchen nicht weit. Aber die Brocken pickt jeder für sich allein wie ein Pickvogel."
"Und an der gedeckten Tafel schlagen wir dann gemeinsam zu."
"Dann mal ran an die Buletten!"
Auch wenn nicht alle Gags sitzen, ist die Trefferquote hoch und man driftet nie ins Nervige oder komplett Dumme ab. Es wird also nie zu albern wie in manchen Troma-Produktionen. Lediglich der Bösewicht ist in seinem Overacting minimal stressig, dafür aber auch richtig schön fies.
Im Director’s Cut gibt es keine Längen und der Film schreitet mit hohem Tempo voran, sodass er stets extrem unterhaltsam bleibt und daher einem Fireproof Agent – Jack Rooker im Kreuzfeuer (2007) ebenbürtig ist, aber selbst bekannten Filmen wie Black Dynamite (2009) locker das Wasser reichen kann. Super Film!