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Der New Yorker Cop Tom Chaney ist ziemlich "auf den Hund gekommen". Privat und beruflich scheint er in eine Sackgasse geraten zu sein. Da hat es ihm gerade noch gefehlt, dass ihm sein neuer Partner, Rod Lambeau, der ohnehin in jeder Hinsicht das genaue Gegenteil von Tom ist, auch noch eröffnet, schwul zu sein. Doch den Cops bleibt nicht viel Zeit, private Dinge zu diskutieren. Ein schwieriger Fall wartet auf sie. Ein Serientäter tötet mit einer Schere Sexualstraftäter, die vor Gericht nicht verurteilt werden konnten. Zunächst gerät eines der Opfer in Verdacht, Rache an seinem freigelassenen Peiniger genommen zu haben, doch die Frau hat ein hieb- und stichfestes Alibi. Auskunft und Hilfe erhoffen sich Tom und Rod daher von der Staatsanwältin Katy Wesson. Katy ist taubstumm; vor Gericht wird ihre Gebärden- und Zeichensprache von ihrem Bekannten Josh übersetzt.
Sie hatte vor Gericht in zwei Fällen die Opfer schwerer sexueller Misshandlung vertreten, musste die Täter aber wegen Verfahrens- und Ermittlungsfehlern der Polizei laufen lassen. Wie es der Zufall aber so will, sind genau die beiden ersten Opfer jene einzigen, die die eifrige Staatsanwältin je in ihrer Laufbahn verloren hat, was natürlich die Pole Position auf der Verdächtigenliste bedeutet, zumal die beiden Ermordeten sonst keinerlei Zusammenhänge aufweisen und deren Vergewaltigungsopfer ein lückenloses Alibi haben.
Gerechtigkeit bis in den Tod ist mal wieder ein sehr ruhiger Thriller mit leichten Noir Anleihen. Die taubstumme Anwältin (im wirklichen Leben ist die Schauspielrin tatsächlich auch gehörlos) steht für die Femme Fatale (und das sie das nicht ist ist sogar mir beim ersten Anschauen aufgefallen, denn sie dreht sich rum wenn man ihren Namen von hinten ruft). Klar das Tom und Katie später ein wenig Betthupferln. Aus der Konstellation dreier Verdächtiger (Anwältin, deren protektive Mutter und dem aufbrausenden Übersetzer) und den zwei grundverschiedenen Cops, entwickelt sich ein einigermaßen ansprechender Kriminalfall, mit einem ganz netten Schlußtwist. Der Film ist sicher nichts für Actionfreunde, keine Shootouts oder ausgedehnte Schlägereien und das oft eher sinnlose hin und her zwischen Coparbeit und Liebesbeziehung ist auf Dauer etwas arg gedehnt. Im Genre gibts es bessere Beiträge, aber einmal anschauen kann nicht schaden.
5/10

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