Paolo Villagio, äusserlich zwar sehr erwachsen, aber immer noch mit einer kindlichen Verhaltensweise, ist auf der Suche nach der Liebe mit einer Frau. Allerdings ist dies nicht so einfach, sei es wegen seinem schüchternen Gemüt als auch wegen seiner Bindung zu seiner Mutter. Er hat Mühe, sich von ihr zu lösen, da diese sehr dominant ist bzw. sie (die Mutter) kann ihn nicht "gehen" lassen. Jeder Versuch von Paolo Villagio in eine Beziehung mit einer Frau einzugehen, muss scheitern.
Was zunächst so aussieht wie eine typische italienische Sexkomödie wie sie in den 70er Jahren üblich war, entpuppt sich im weiteren Verlauf als raffiniertes erotisches Psychodrama. Amüsierte man sich zunächst an all den skurillen Einfällen und den Slapstickszenen, änderte sich dies im Verlauf des Filmes, als man allmählich begann die Geschichte oder den Sinn der Geschichte zu verstehen. Und all die komödiantischen Einlagen wirkten dann nunmehr traurig anstatt lustig bis zum bitteren und unerwarteten Ende, aber logisch konsequent unter anderem mit einer unglaublich wunderschönen Einstellung mit der engelhaften Eleonora Giorgi unter einem Seifenblasenregen und einem Gesichtsaudruck, den ich hier nicht widergeben kann. Unbedingt Erwähnenswert ist auch der sehr schöne Soundtrack von Franco Micalizzi. Hatte keine hohen Erwartungen und wurde überraschend belohnt mit einem witzigen und gleichzeitig sehr traurigen Film mit Paolo Villagio ideal besetzt (8/10).