Review

Wer Spoiler findet, darf sie behalten!!!

Vinnie Jones habe ich eigentlich, aufgrund vieler schlechter Rollen, schon lange abgeschrieben. Ein guter Schauspieler war ja der Gute alte Vinnie noch nie, doch hier in Midnight Meat Train, spielt er eine Rolle, die gerade zu maßgeschneidert für ihn ist. Seine ganze Sprechrolle besteht nur aus einem einzigen Wort : "Welcome". Mehr wird man Vinnie in diesem Film nicht sprechen hören und genau aus diesem Grund ist diese Rolle absolut perfekt für ihn, da dadurch seine eher wackelige Schauspieler-Leistung nicht zum Vorschein kommt, wie es einst bei Schwarzenegger und Terminator der Fall war. Doch wie ist der Film sonst so? Also als der Film geendet hat, schwirrte in meinem Kopf nur ein Wort herum : "Komisch". Tatsächlich handelt es sich bei Midnight Meat Train um einen sehr komischen Mix aus Psychothriller, Slasher und Horror, der allerdings alle 3 Elemente nicht sehr sauber kombiniert. Nachdem ich Frozen und Buried gesehen habe, stellte ich mich bei diesem Film auf einen ähnlichen Vertreter ein, einem Film der die ganze Zeit über im Zug spielt. Doch im Zug darf man nur, die teilweise sehr stilvollen, Todesszenen beobachten. Ansonsten darf man nur unseren Hauptprotagonisten (Bradley Cooper) dabei beobachten, wie er unbedingt an Fotos von unserem Killer heran kommen will. Irgendwann hängt er dann natürlich viel zu tief in der Geschichte drin, seine (ziemlich dumme) Freundin fleht ihn an, da nicht mehr rum zu schnüffeln und es kommt wie es kommen muss, die Freundin des Hauptdarstellers kommt in Gefahr und unser "Held" darf den Ritter in der Not spielen. Alles ziemlich klischeehaft für mich und auch sonst zeugt Midnight Meat Train von sehr wenig Einfallsreichtum. Dann kam das Ende, welches ich zwar so nicht erwartet habe, aber ich trotzdem eher mit Skepsis übertrete. Zudem lässt man den Zuschauer in diesem Film mit derart viel Erklärungsbedarf zurück, dass man schon leicht verärgert sein könnte. Seltsamerweise gefiel mir der Film trotzdem, was besonders an Vinnie Jones und der ziemlich stylischen Optik lag. Den Rest kann man zwar in einer Pfeife rauchen, doch unterhalten tut der Film alle mal. Achja auf Brooke Shields hätte man hier verzichten können, denn sie spielt hier (wie immer) einfach nur grauenhaft und amateurhaft. Zurück zur blauen Lagune mit ihr!


Fazit : Die Story ist löchrig wie ein Schweizer-Käse. Vinnie Jones spielt nach sehr langer Zeit mal wieder in einem halbwegs guten Film mit. Das Finale jedoch war etwas zu weit hergeholt. Die extrem hohen Bewertungen kann ich somit nicht vollständig nachvollziehen.


7/10

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