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Spätestens seit den " Hellraiser" Filmen, ist Horrorautor Clive Barker kein Geheimtip mehr. Zählen seine Horrorvisionen mit zu den besten und erschreckendsten Alpträumen die man sich vorstellen kann. Nun wurde im Jahr 2008 eine weitere seiner Geschichten verfilmt. Unter der Regie von Ryuhei Kitamura ist dabei ein Film herausgekommen, welcher nicht nur in Sachen Spannung, sondern auch Sachen Splatter und Gore keine Gefangenen macht.

Leon ( Bradley Cooper) ist Fotograf. In der Millionenmetropole New York zieht es ihn Nacht für Nacht in die Stadt wo er versucht das wahre dunkle New York in Bildern einzufangen. Als seine Freundin Maya ( Leslie Bibb) ihm ein Treffen mit der einflussreichen Susan Hoff ( Brooke Shields) verschafft, wittert er seine Chance zum grossen Durchbruch. Doch seine Fotos müssen noch authentischer und erschreckender werden. Bei eine seiner Nächtlichen Suchen nach dem perfekten Motiv stösst er jedoch auf etwas viel erschreckenderes als erwartet. In einer U-Bahn geht ein Mörder um, welcher wortkarg und mit äusserst brutalen Morden Menschen ihr Leben entreisst. Leon ist fasziniert von ihm und versucht das Geheimnis des stummen Killers ( Vinnie Jones) zu erfahren und rutscht dabei in eine Gefahr, welche wahrlich satanisch ist.

Ryuhei Kitamura, welcher mit diesem Film seinen ersten Film ausserhalb von Asien abliefert, scheint wahrlich eine gute Wahl zu sein. Hat er bereits in seiner Heimat mit Filmen wie " Versus" oder " Azumi" unter beweis gestellt, das er blutige gut choreografierte Morde und Kampfzsenen inszinieren kann, macht er in diesem Film keine gefangen und liefert eine Schlachtplatte ab, welche in ihrer Härte wirklich überraschend derbe daherkommt.
So wird zwar fast nur auf Cgi gesetzt, aber das dann in sehr gutem Maße. So werden Köpfe abgehackt, Augen fliegen in richtung Kamera und Körper werden zerschlizt, zerhämmert und ausseinander gerissen, so das dass Blut Hektoliterweise über den Bildschirm spritzt.
Neben den vielen blutigen Szenen, schafft es der Film aber auch sehr gut die dunkle Stimmung des gezeigten zu transportieren. So sind die Nachtszenen stets sehr dunkel und trostlos gehalten was perfekt zu dem tenor des gesamten Streifens passt. Hier wird also definitiv nicht das strahlende New York gezeigt, sondern das dunkle heruntergekommene Bild einer Grosstadt was sonst eher nicht ins BIld gerückt wird.
Darstellerisch stechen vorallem die 2 Hauptcharaktere heraus. Bradley Cooper, welcher mittlerweile ja in voller Munde ist und sich langsam in die A-Riege Hollywoods hochgearbeitet hat, spielt den ehrgeizigen Fotograf Leon, sehr authentisch und überzeugend. Die Wandlung seines Charakteres ist dem entsprechend sehr nachvollziehbar dargestellt und bleibt stets glaubhaft. Meiner Meinung nach kann es gut sein das dieser Streifen den Grundstein dazu gelegt hat, wo Cooper in Hollywood jetzt steht.
Neben ihm ist ganz klar Vinnie Jones als stummer Killer Mahagony zu erwähnen. Ist der ehemalige Fussballspieler ( Rekord für die schnellste gelbe Karte) nicht gerade durch seine Schauspielkünste bekannt, ist er als stummer Anzug tragender Mörder wirklich eine Pracht. Durch minimalistisches Mienenspiel und durch sein ruhiges Handeln, bevor er in seine brachialen Morden die Sau rauslässt, wirkt er stets mysteriös und geheimnisvoll, was ganz klar zum Film beiträgt. Warscheinlich die beste Leistung die Vinnie Jones bislang abgeliefert hat.
Aber auch die anderen Darsteller machen ihren Job recht gut. So ist Brooke Shields als Kunstauktionärin genauso authentisch wie Leslie Bibb als Freundin von von Leon.

Fazit:
Ein wirklich harter, derber Horrortrip, welcher sicherlich nichts für zartbeseitete Filmfreunde sein dürfte. Spannend, brutal und überaus dreckig, eine wahre Perle des Genres.
8,5 Punkte

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