Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 18.11.2009

Regisseur Kitamura gelingt es, die ebenentiefe Kurgeschichte Clive Barkers hochatmosphärisch in Bild und Ton umzuwandeln. Der Film fließt dahin wie die Züge, in denen der Mann im schwarzen Anzug sein Werk verrichtet. Unterstützend für diese Impression sind dynamische Außenbilder des vorbeirasenden Zuges und ein träumerisch verschrobener Score, der die knallblaue Stahloptik der Stadt in ein surreales Licht taucht. Vinnie Jones ist als wortloser Butcher hervorragend besetzt und füllt mit seiner Präsenz die Leinwand im Alleingang aus. Der Horroranteil ist durchaus als konsequent zu bezeichnen, eine allerletzte Konsequenz wird aber - nicht nur des offensichtlichen CGI-Blutes wegen - ausgespart. Dass zuletzt deutlich zu viele konventionelle Passagen mit allen verfügbaren Spannungsklischees zustande kommen, ist bedauerlich, in Anbetracht der Aufplusterung der Kurzgeschichte auf Spielfilmformat aber wohl nicht zu vermeiden gewesen.

*weitere Informationen: siehe Profil

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