7
Lionsgate bleibt weiterhin eine Hochburg für harten Horror, auch wenn die Company im Falle von MMT eine miserable Vermarktung betrieben hat und ihn in viel zu wenigen Kinos liefen ließ. Dabei hätte die düstere und spannende Menschenmetzgermär durchaus mehr Publicity verdient gehabt. Ist sie trotz ihrer übertriebenen Gewaltdarstellung zunächst ein bodenständiger Thriller, so kommen ab der Mitte immer mehr übernatürliche Motive hinzu, wodurch die bedrückende Stimmung, die anfangs so meisterhaft aufgebaut wurde, wieder erheblich geschmälert wird. Schade, aber das war bei einer Vorlage von Clive Barker schon abzusehen. Und während die Story uns noch darüber nachdenken lässt, wo die Kunst aufhört und der Voyeurismus beginnt, fliegen uns die (leider computeranimierten) Augäpfel des armen Ted Raimi entgegen, die ihm mit dem Fleischklopfer aus dem Kopf gekloppt wurden.
10
Nachdem Kitamura Meilensteine wie „Versus“ und „Azumi“ geschaffen hat, war ich gespannt was er aus der Kurzgeschichte „Der Mitternachts Fleischzug“ von einen meiner liebsten Horrorautoren, Clive Barker, gezaubert hat. Und ich bin positiv überrascht. Ich habe wirklich mal wieder einen Schocker zu Gesicht bekommen, der alles hat um bestens zu funktionieren. Hier stimmt wirklich alles. Von der, leicht abgewandelten, Story, über Spannungsbogen und Splattergehalt (der es teilweise echt in sich hat), bis hin zu den Darstellen, ist wirklich alles perfekt und man muss negative Ansätze schon mit der Lupe suchen. Ich denke, ich habe hier den besten Barker seit „Hellraiser“ oder „Cabal – Die Brut der Nacht“ gesehen und hoffe das Regisseur Kitamura noch weitere Werke aus den „Büchern des Blutes“ verfilmt. Für mich der Anwärter auf den Horrorfilm 2009. Punkt. 10/10 Cuts
6
Ein stummer Killer metzelt in der U-Bahn Menschen. Ein Fotograf will dem ganzen auf die Spur gehen und verwickelt sich ins Geschehen. Die Story hat etwas in sich, doch die Darstellung ist etwas mieß. Die Szenen in denen etwas geschieht sind sehr wenige. Auch der Auftakt ist etwas zu lansam. Das einzig gut gelungene im Film ist der Schluss, in dem es eine Auflösung des ganzen gibt. Es wird auch ein bischen langweilig, weil es an Spannung und Charaktere mangelt. Im ganzen Film wird immer bloss geredet und geredet, bis wieder mal die U-Bahn zu sehen ist und ein Mord (oder mehrere) passiert. Die ganzen CGI-Blut-Effekte sind auch etwas zu lachhaft. Denn ein bischen Blut macht keinen guten Horrorfilm aus. Gruselig wird es im Film kaum. Denn es fehlt an Spannung und Atmosphäre. FAZIT: Gute Story, aber schlecht umgesetzt.