Review

Typischer Mainstreamkatastrophenfilm mit dicken Logikpatzern und einer nervenden Lovestory.

In der amerikanischen Kleinstadt Dante's Peak kommt es zu seismographischen Aktivitäten. Deshalb wird Vulkanologe Harry Dalton (Pierce Brosnan) dorthin geschickt und untersucht den Berg. Dalton erkennt die Gefahr und informiert sein Team. Doch das glaubt nicht so recht an den Ausbruch. Als es eindeutige Indizien für einen Ausbruch gibt und Dalton die Stadt evakuieren will, bricht der Vulkan aus. Die Menschen geraten in Panik, die Stadt wird zerstört und alles versinkt im Chaos.....
Die Story hört sich ja nicht schlecht an, wären da nicht diese nervende aufgesetzte Liebesgeschichte und überwiegend kitschige Dialoge . Auch die Kinder tragen ihren Beitrag dazu bei, so dass der Film in familienfreundlichen Mainstreameinheitsbrei versinkt und nur noch anödet. Da können auch die Effekte nicht mehr viel retten.

Die Musik kann sich hören lassen. Auch wenn sie dezent im Hintergrund bleibt, beschleunigt und untermalt sie den Film mit geschickten Klavier- und Geigenklängen den Film ungemein. Das einzige Positive am Film.......

Also ich kam bei dem Film aus dem Lachen nicht mehr raus. Zum einem haben wir da einen Wissenschaftlerin und eine Bürgermeisterin, die eine Pseudolovestory aufbauen sollen, bei der ich mich schief gelacht habe. Dazu kommen noch 2 dämliche kleine Bälger, von denen eins sogar Auto fahren kann. Ich hätte denen am liebsten den ganzen Film über den Arsch versohlt. Zu guter letzt haben wir noch derbst übertriebenen Unrealismus. Wenn ein Hubschrauber wie ein Flummi auf den Boden aufschlägt und man mit einem Jeep über heisse Asche fährt, aktivieren sich bei mir die Lachmuskeln......

Pierce Brosnan als Wissenschaftler gewohnt kompetent in allerbester James Bond Manier. Nur leider passt ein smarter James Bond Verschnitt nicht in so einen Katastrophenfilm. Brosnan hätte seine Rolle vielleicht nicht ganz so machohaft und „Ich finde in jeder Situation einen Ausweg“ mäßig angehen sollen. Sein ewiges Getue und seine Kinderfreundlichkeit nervt doch arg....
Linda Hamilton ist auch mal wieder in einem größeren Film vertreten. Als Bürgermeisterin macht sie zwar einen soliden Eindruck, rennt aber ansonsten den ganzen Film mit der Terminator-erprobten „Oh Gott, alles im Arsch. Überlebe ich das?“ Fresse durch den Film, die man sogar zigmal bei ihrem Blick aus dem Autofenster begutachten kann.

Fazit:
Schlechter Katastrophenmainstreamer mit nervigen Charakteren und fehlender Logik. Die Effekte sind zwar ok, aber trotzdem lieber Vulcano gucken. Der zwar auch unrealistisch ist, dafür aber spannend beleibt und zu seiner Übertriebenheit steht.

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