Review

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mir von Donkey Punch mehr versprochen hatte. Bis der Film nämlich überhaupt erst mal ansatzweise an Fahrt gewinnt, hat man fast schon die Hälfte der Laufzeit hinter sich gebracht. So wird die erste Hälfte fast komplett damit verplempert, dass man die Hauptpersonen - bestehend aus einer Gruppe junger Leute - Drogen nehmen oder im Meer herumplanschen sieht. Auch die Softsexszenen ziehen sich für meinen Geschmack unnötig in die Länge, bis sie schließlich darin gipfeln, dass einer der Männer der Frau, die er gerade nagelt, den Titel gegeben "Donkey Punch" - beherzter Schlag mit der Hand ins Genick während des sexuellen Höhepunktes - versetzt. Als "Reaktion" darauf sackt die gute Dame leider leblos zusammen. Während die zwei übrig gebliebenen Frauen beide dafür sind den Vorfall, so wie er passiert ist, zu melden, treffen die in der Überzahl vorhandenen Männer die Entscheidung, den Tod der Frau als Unfall hinzustellen. Das wäre doch "für alle das Beste". Immerhin könnte die Gute ja zu viel getrunken haben und dann über Bord gefallen sein. Da Männer und Frauen in diesem Punkt komplett unterschiedlicher Meinung sind, kommt es im weiteren Verlauf der Handlung zu stetig heftiger werdenden Auseinandersetzungen, bei denen noch so mancher einer das Zeitliche segnen soll.

Der Plot an sich mag nicht wirklich schlecht klingen, doch leider hapert es hier merklich daran, wie das ganze schließlich filmisch umgesetzt wurde. Wie bereits angesprochen, dauert es unglaublich lange, bis die eigentlich Handlung beginnt. Aber auch ab diesem Zeitpunkt dauert es immer noch gut bis zum letzten Drittel, bis denn endlich mal wirklich Schwung in die Handlung kommt. Und das ist einfach zu lange. Da nützt es auch nichts mehr, dass die schauspielerischen Leistungen, wenn sie auch nicht wirklich überragend sind, zumindest als solide eingestuft werden können. Wirklich warm geworden bin ich mit keinem der austauschbaren Darsteller und dementsprechen hielt sich auch das Mitfiebern bei mir in Grenzen. Die Todesszenen wurden soweit ordentlich umgesetzt, sind aber werder sonderlich blutig noch wurden sich außerordentlich ausgewalzt. Wer also aufgrund des Covers auf einen "Splatterfilm" hofft, ist hier an der falschen Adresse.

Fazit: Kein totaler Reinfall, aber mit Sicherheit kein Film, den ich mir irgendwann noch mal ansehen werde.

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