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Als es in einem stark befahrenen Tunnel in New York nach einem Unfall zu einer Explosion kommt, wird dieser von der Außenwelt abgeschnitten. Der Katastrophenschutz weiß nicht weiter und die Zeit wird knapper für die wenigen Überlebenden im Tunnel. Kit Latura, ehemaliger Leiter des Katastrophenschutzes, sieht keine andere Möglichkeit und schafft es in den Tunnel, jedoch ist das Eindringen weitaus leichter als die Flucht mit mehreren Opfern.

Also ich fand und finde Daylight immer noch als leichte, aber auch unterhaltsame Kost. Zugegeben die Dialoge sind ziemlicher Mumpitz und die Charakter aus dem Katastrophenfilm Kitschbaukasten und hauen keinen vom Hocker. Speziell bei einigen Typen hätte ich es Lature nicht verdenken können, deren Köppe persönlich unter Wasser zu drücken, wegen erwiesener Deppert- und Arschigkeit. Einzig die Person des kletternden Yuppie Maxe personifiziert von Viggo Mortensen ist mal ein origineller Charakter.
Allerdings wenn man die Verbal Störgeräusche ignoriert, entwickelt sich ein flotter Actioner mit einigen teuer produzierten Highlights, wie den gefährlichen Einstieg über das Ventilatorensystem (das zwar ewig alt ist, aber über schnieke Digitalanzeigen verfügt), Feuerwalzen die durch den ganzen Tunnel schießen (zum Glück verflüchtigt sich der explodierte Giftmüll innerhalb einer Nanosekunde) und einiger netter Tauchexkursionen (was bei Gefriertemperaturen einige tödliche Fälle an Hypothermie produzieren dürfte). An der Stelle bitte ich, die vielen Klammerbemerkungen zu entschuldigen, aber die Story an sich ist alles andere, als eine wissenschaftlich exakte Studie und verdient einfach ein wenig Häme.
Dennoch entwickelt Daylight eine gesunde Spannung mit guten Effekten und gefälligem Score. Besonders im Kino kommt der Film durch seine audiovisuellen FX sehr gut zum tragen. Die Darsteller sind dabei zwar bestenfalls im ganz ok Bereich, aber das Gesamtpaket ist in Ordnung. Alles in allem eine knappe 7. Hirn aus, Spot an.
6,5/10

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