Handlung:
Der Verbrecher Dobermann ist Anführer einer illustren Gang von Bankräubern. Zu der Truppe zählen u.a. seine taubstumme Freundin Nathalie, der Transvestit Olivier/Sonia, ein Priester und auch der aggressive Pitbull.
Sie sind der Polizei immer einen Schritt voraus, doch der erbarmungslose Inspector Christini hat schon einen Plan, der Bande habhaft zu werden. Dabei macht er vor nichts halt.
All das läuft eine brutale Auseinandersetzung zwischen Gang und Polizei hinaus.
Meinung:
Für viele ist Dobermann ein absoluter Kultfilm, für andere pulpiger, gewalttätiger Schrott. Klar, dass viele Zuschauer zur ersten, viele Kritiker zur zweiten Gruppe gehören.
Einen gewissen Trashgehalt kann man Dobermann mit seinen überzeichneten Charakteren und seiner direkten, lauten und keinesfalls ernsten Art definitiv nicht absprechen. Das wirkt wirklich wie aus einem Groschenroman.
Aber das macht auch einen ganzen Teil des Unterhaltungswertes des Films aus. Dobermann und die anderen reden daher, wie sie wollen, legen um und flach wen sie wollen und sind typische Antihelden. So spassig das auch teils sein mag, so cool und stylisch wie bei Tarantino und den ersten beiden Ritchies ist das allerdings auch nicht. Nicht so zwanghaft wie bei all den mauen Nachahmern, aber halt nicht auf dem Niveau des Originals. Videoclip-Ästhetik und derbe Sprüche und überzeichnete Gewalt hin oder her. Und wer mit "coolen Gangstern" als Protagonisten nix anfangen kann, der ist hier sowieso falsch.
Kurzum:
Unterhaltsamer und überdrehter "Gangsterkult", der sich sehen lassen kann, ohne den Originalen das Wasser reichen zu können.