Nun, nach "Ace Ventura", "Die Maske" und "Dumm und dümmer" schuf man für Carrey eine Figur die ganz gegen seinen vorherigen Strich geht: die eines erfolgreichen Rechtsverdrehers. Da Carrey vorher nur Chaoten aus dem Alltag gespielt, diese oftmals aber mit reichlich Anarchie und Herz belebt und beseelt, hat, ist die Tatsache das er auf einmal zu den Big Playern in Big Business gehört. einfach nur unglaubwürdig bis konsequent fehlbesetzt. Und das er sich ständig wie ein durchgedrehter Derwisch benimmt ist ebenso bescheuert wie albern und nervig. Grimassen ohne Pause, keine ernsten Momente, wo sie auch mal wichtig wären, außer wenn Fletcher um seinen Jungen kämpft und die Tränendrüse in Wallung setzten will, dann kann man Carrey auch mal von der klassischen Seite sehen. "Der Dummschwätzer" ist eigentlich schon der filmische Schwanengesang auf Carreys komödiantisch erfolgreiche Laufbahn. Alles was danach kam, war nur noch halbwegs amüsant, oft zu glatt gebügelt und schwer kitschig. Seine Ausflüge ins Dramatische, die hiernach folgten, wo er trotzdem immer noch ein wenig komisch sein konnte, wie "Vergissmeinnicht" oder "Der Mondmann" heben seine Leistung als Schauspieler dann wieder hervor. Obwohl man sagen muss, das seine körperliche Kondition in "Liar Liar" beachtlich ist, aber eben zu viel Slapstick und unpassende Momente abliefert, was sicher gewollt ist, aber meinen Geschmack nicht ganz trifft. Und eben die eklatante Tatsache das Carrey hier als Rechtsverdreher auftritt.