Auch wenn man denken könnte , dass 3/5 von ihnen nicht lesen können , sind Kevin , Kyle , Amy , Daphne und Nick doch Studenten bei Professor Abernathy , der in einer psychiatrischen Klinik arbeitet . Als sie ihn dort eines Tages besuchen sollen , werden sie von dem alten Mann McCreedy angesprochen , der vor 2 Jahrzehnten ein Filmstudio in die Luft gesprengt hatte ( siehe " Hobgoblins " Teil 1 ) . McCreedy warnt die jungen Leute davor das Wort ´Hobgoblins´ drei mal hintereinander auszusprechen , denn dann würden kleine Biester erscheinen und sie töten . Natürlich hält man sich nicht daran und seit man von den Hobgoblins erfahren hat ( Vielen Dank übrigens an McCreedy , denn ohne seine Warnung hätte ja niemals jemand ´ Hobgoblins ´gesagt und schon gar nicht drei mal hintereinander !!! ) fühlt sich Kevin von den kleinen Biestern verfolgt und keiner will ihm glauben . Das könnte sich noch als folgenschwerer Fehler erweisen ...
20 Jahre nach seinem Original Meisterwerk "Hobgoblins - Sie sind böse" , wollte Rick Sloane es wohl noch mal wissen und wagte sich an einen zweiten Teil seines größten "Erfolges" . Heraus kam ein merkwürdiger Film , der nicht wirklich Fortsetzung , nicht wirklich Remake und nicht wirklich Reboot ist , aber im Grunde eine "würdige" zweite Version des Stoffes .
Und zwar eine Meta Version , denn Sloane scheint in den Jahren zuvor " Scream " Fan geworden zu sein , der hier sogar zitiert wird .
So dreht Sloane die Geschichte des Vorgängers auf links bzw. ignoriert den ersten Teil , der in dieser Welt nur als Film existiert .
Die "Charaktere" bleiben mit Namen , Aussehen und Verhalten identisch ( werden aber von anderen Darstellern verkörpert ) und auch die Hobgoblins sind die selben Puppen . Doch sind die Hobgoblins nun keine Außerirdischen mehr , die man aus einem Tresor befreit hat , sondern Monster , die man mit der dreifachen Anrufung ihres Namens herbeirufen kann - wie Bloody Mary oder den Candyman . Statt Menschen mit ihren heimlichen Sehnsüchten zu verführen und zu töten , benutzen sie nun ihre Ängste dazu . McCreedy wiederum wird vom Bekannten von Kevin zu einem Fremden .
Dafür versucht Sloane dieses mal seine Klamotte mit mehr gewolltem Humor aufzupeppen , was bei den Fans des Originals nicht gut angekommen sein dürfte , da Trashfans ja gerade den unfreiwilligen Witz schätzen . Doch auch Teil 2 bietet noch genug müllige Zutaten , denn das Schauspiel befindet sich wie gewohnt auf Schultheaterniveau , die Effekte und Kulissen sich auf Stufe des Erstlings und von so etwas wie einem Spannungsbogen scheint Sloane noch nie gehört zu haben .
Letztlich kann man Sloane aber attestieren , dass er es geschafft hat den "Vibe" des ersten Teiles einigermaßen reproduziert zu haben . Was das allerdings bei einem Film bedeutet , der allgemein wegen seiner schlechten Eigenschaften bekannt wurde , soll da mal jeder für sich selbst beantworten .
Zum Kultfilm wird es Teil 2 jedenfalls niemals bringen .
Dass Sloane nach diesem Teil komplett in der Versenkung verschwunden ist , verwundert jedenfalls kaum . Dennoch muss ich zugeben , dass " Hobgoblins 2 " mich ein wenig mehr unterhalten ( oder weniger gelangweilt ) hat , als der erste Teil , doch das will nun wirklich nicht viel heißen .