Den Ausflug in die Zwischenwelt hatten wir natürlich schon häufiger und in vorliegendem Fall ist nicht eindeutig geklärt, ob es sich um die Hölle oder eine Vorstufe handelt.
Deutlicher zeichnet sich allerdings nach wenigen Einstellungen ab, dass Greenscreen nicht unbedingt die beste Methode ist, um unterirdische Gewölbe zu integrieren, was im Vergleich zu den unterirdisch gestalteten Karnivoren fast noch passabel aussieht.
Die nicht genauer definierte Spezies der Carnivora (Raubtier) macht Jagd auf eine Gruppe einander Fremder, die von einem Typen überwältigt wurden und in einem unterirdischen Labyrinth erwachen. Neben zahlreichen Fallen kann man sich untereinander bald schon nicht mehr vertrauen und auch die toughe Kate weiß nicht, inwieweit sie auf den mysteriösen Ian hören soll, der hier unten bereits eine Weile überlebt hat…
Die etwa drei Meter großen Monster sehen wahrlich nicht zum Fürchten aus, denn an der Stelle versagt die Animation komplett. Die Mixtur aus Drache, Hund und Piranha-Maul ist undeutlich in Szene gesetzt, bewegt sich viel zu ruckartig und sorgt noch nicht einmal für deutlich sichtbare Verletzungen bei den Gejagten.
Gleichermaßen wehren sich die letzten Überlebenden zwar mit Hieb- und Stichwaffen, doch selbst bei Treffern gibt es keinen Widerstand, zumal die Kreaturen weder bluten, noch Körperteile einbüßen müssen.
Auch die künstliche Landschaft punktet eher selten. Grau dominiert einfach zu sehr und neben einigen Skulpturen, ein paar Rundbögen und einer Schaltbrücke über Lava-Abgrund wirkt die Umgebung auf Dauer ermüdend, besonders weil phasenweise nur erkundet wird.
Auch figurentechnisch gibt es kaum markante Gestalten, denn neben der Heldin, dem Fiesemöp und dem geheimnisvollen Fremden gehört der Rest eher zum namenlosen Kanonenfutter, was sich zweifelsohne auf die Qualität der Schauspielkunst überträgt, denn da überzeugt durch die Bank niemand.
Einzig das recht konstant hohe Tempo und kleinere Fallen wie verwobener Stacheldraht im schmalen Gang sorgen für Ansätze von Unterhaltung.
Es macht zwar überhaupt keinen Sinn, dass gegen Ende noch eine Gruppe von Zombies ins Spiel kommt und es wird auch nicht deutlich, wer diese Fallen zu welchem Zweck irgendwann konstruierte, doch gegen Ende wurde eine surreale Landschaft mit rotem Himmel und zahlreichen Steingebilden recht stimmungsvoll in Szene gesetzt und auch zwei minimale Twists zum Finale bringen kleine Pluspunkte.
So wird das verhältnismäßig unblutige Treiben (ein abgetrennter Kopf, ein durchbohrter Körper) zu selten spannend, die Figuren können kaum Interesse erwecken, die CGI kann man komplett in die Tonne treten und allenfalls einige skurrile Einfälle wie eine lange Rutsche hinter einem Hochofen sorgen ab und an für etwas Abwechslung.
Nicht gänzlich schwach, jedoch über weite Strecken zu dilettantisch umgesetzt und von zu wenigen Überraschungen geprägt.
3,5 von 10