Inhalt:
China..., in den Jahren nach 1644, als die Ming-Dynastie unterging, und die manchurische Qing-Dynastie die Macht im Reich der Mitte übernahm.
Ming-treue Männer..., darunter der zunächst für den Qing-General Pao (Wu Jia-Xiang) arbeitende KungFu-Fighter Shun Shing Kwei (Wong Tao), wollen sich nach Taiwan absetzen..., dorthin ist der aufrührerische General Chen Kung ausgewichen, um von dort aus den Kampf gegen die neue, fremde Dynastie aufzunehmen.
Und so tötet Shun Shing Kwei General Pao..., und ist nunmehr auf der Flucht zur Küste..., um nach Taiwan zu gelangen.
An die Stelle von General Pao tritt nunmehr ein äußerst gefährlicher Scherge der Manchus..., Gao Ku Lan ("Eagle" Han Ying)..., an dessen Seite steht der Befehlshaber der Wachen..., Kai Yee Ti (Charlie Chan).
Bevor Gao Ku Lan den abtrünnigen General auf Taiwan bekämpft, will er am Mörder General Pao´s ein Exempel statuieren..., und diesen gefangen nehmen. Die Jagd gilt also zunächst Shun Shing Kwei...!
Shun begegnet auf seiner Flucht dem KungFu-Meister San Hsen (John Liu)..., der zunächst vorgibt, lediglich wissen zu wollen, wer von beiden das bessere KungFu beherrscht.
Doch letztendlich steht auch San Hsen auf Seiten der Ming-Rebellen und damit auf Seiten des Volkes.
Shun Shing Kwei begegnet zudem der ebenso schönen wie undurchsichtigen Lu Wei. Er verliebt sich in die attraktive Frau. Doch letztendlich ist sie eine gefährliche Qing-Agentin. Dies durchschaut San Hsen...., und tötet die junge Dame...!
Schließlich stehen sich Shun Shing Kwei zusammen mit San Hsen und Gao Ku Lan in einem letzten, entscheidenden Kampf gegenüber.........
Fazit:
Der Eastern-Actioner "Death duel of kung fu" (im Deutschen: "Die Rache der gelben Spinne") ist ein relativ einfacher, atmosphärisch wenig packender aber handwerklich solider und actiontechnisch überzeugender Genre-Beitrag, welcher mir insgesamt noch sehr gut gefallen konnte.
In einfachen, zweckmäßigen Kulissen...., zumeist Outdoor..., eben einer dieser typischen "Wald und Wiesen"-Eastern, und mit spartanischer Farbgebung versehen, schuf Regisseur "William" Chang Chi einen handlungstechnisch stringenten und sauber gearbeiteten Eastern, dessen Hauptaugenmerk die vielen, technisch anspruchsvollen und dynamischen KungFu-Fights sind. Dies überzeugt den eingefleischten Eastern-Fan..., gleichwohl die Gesamt-Atmosphäre wenig packend zu sein scheint, und der kostengünstige Look mit aufwändigeren Produktionen ala Shaw Brothers natürlich nicht mithalten kann.
Doch ist Chang Chi ein überzeugender Genre-Beitrag gelungen!
Die kernigen, abwechselungsreichen und dynamischen KungFu-Fights werden mit der Zeit immer zahlreicher, und legen an Intensität zu. Ein echter KungFu-Actioner...., und die Protagonisten sind Könner ihres Metiers. Das kann man bei Darstellern wie John Liu, Wong Tao und "Eagle" Han Ying auch so erwarten..., und Eastern-Fans werden da nicht enttäuscht. Wenn John Liu mitmacht..., und an seiner Seite entweder Tino Wong, Wong Tao oder natürlich Hwang Jang Lee, mitmacht, dann kann man sich eben IMMER auf einen actiontechnisch starken Streifen freuen, so auch hier.
Die Hauptrolle hat hier Wong Tao inne. Er spielt seinen Character absolut ernsthaft..., lacht nie..., wirkt eher verbittert..., fast nihilistisch. Einzig zu einer Frau zeigt er etwas positives Gefühl..., wenn auch ziemlich dezent, fast zurückhaltend. Und trotzdem ist man auf als Zuschauer auf Seiten Wong Tao´s.
John Liu ist etwas anders strukturiert in seinem Rollenbild..., ein etwas "kalter" Lächler..., cool beobachtet er zunächst alles etwas von der Seite. Man weiß nicht so recht, wie man ihn einschätzen soll, doch erweist er sich alsbald als Mann der Rebellen, und wichtige Stütze des Helden, dem er den Rücken freihält.
Beide Darsteller zeigen natürlich auch ihr astreines, starkes KungFu. Vor allem John Liu kann hier wieder überzeugen..., zeigt insbesondere seine berühmte Bein-Technik, die in der Eastern-Szene fast einzigartig ist. In den hier exzelenten Trainings-Sequenzen wird dies beeindruckend verdeutlicht. U.a. in einer Szene, als Liu rohe Eier von Amphoren kickt, welche auf unterschiedlich hohen Holz-Pfählen stehen. Er kickt nur die Eier weg..., die Amphoren bleiben stehen. Tja..., wieder mal stark, John Liu.
Jede Menge technischer Schmankerl hinsichtlich KungFu bietet zudem ein Duell der beiden Haupt-Figuren.
Und im Show-Down ergänzen sich Liu und Wong kongenial..., ein Pas de trois gegen ihren gemeinsamen Feind, "Eagle" Han Ying...!
Und dieser agiert als ein schon besonderer Villain. Ein gepflegter, stets gut gekleideter Herr mit ruhiger, besonnener Stimme und von stets kerzengerader Haltung. Eine für einen Eastern-Villain doch etwas ungewöhnliche Performance. Darüber hinaus ist er natürlich ein exquisiter KungFu-Künstler..., mit einem gepflegten Stil, unsere Helden müssen alles aufbieten.
Als Qing-Agentin "Lu Wei" agiert hier eine mir leider namentlich unbekannte Darstellerin, die auch in keinem Cast, auch nicht bei hkmdb.com, genannt wird. Eine eurasisch wirkende Actrice, in ihren wenigen Action-Szenen wird sie gedoubelt, das ist erkennbar. Doch spielt sie symphatisch..., täuscht die Akteure und Zuschauer gleichermaßen. Und sie ist äußerst attraktiv..., und zeigt auch etwas länger ihren vollen, straffen Traum-Busen..., nicht schlecht!
Die anderen sind nur Staffage...., Charlie Chan kommt über ein gedehntes Cameo nicht hinaus.
"Die Rache der gelben Spinne"...., ein einfacher, geradliniger und sauber gearbeiteter Eastern, mit zahlreichen, überzeugenden Fights und gefälligen Darstellern.
Ein guter Genre-Beitrag für einen unterhaltsamen Eastern "für zwischendurch". Da gibt es knappe aber gute 7/10 Punkte von mir.