Review

Ein weiteres filmisches Meisterwerk hat sich wieder den Gang in meinen DVD-Player erschlichen. "Trigger man" heißt der neueste Müll, der in Form einer Presse-DVD meine Nerven raubte.

Die Story ist schon toll. Drei Typen (die selbstverständlich dusselige Gespräche führen oder auch mal zehn Minuten gar nix sagen) wollen im Wald Rehe jagen. Nachdem man sich Dosenbier in den Kopf gehauen hat, kann es endlich losgehen. Doch dazu kommt es nicht, denn umgehend haben zwei der Herrschaften eine Kugel im Hirn, abgefeuert von einem Unbekannten. Nummer drei kann fliehen und rettet sich in eine alte Fabrik. Dort stellt er den Mörder und richtet ihn. Ende.

Wieso ich den ganzen Film verrate? Weil ich ansonsten nicht einmal so viel an Story zusammenbekommen hätte. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand ernsthaft Interesse daran verspürt, sich diesen Unsinn anzuschauen. Die Kamera wackelt als hätte der Regisseur Parkinson - soll aber wohl den dokumentarischen Style unterstützen. Tja mein lieber Mister West (Regisseur dieses Machwerks), nur so als Information: Die Zeiten, in denen man mit so einem Film noch groß rauskommen konnte, sind leider vorbei, denn Blair Witch ist mittlerweile schon fast zehn Jahre her und so oft kopiert worden, dass es einem zum Hals rauskommt.

"Written and directed by Ti West" steht dick und fett im Abspann. Soll das bedeuten, dass der Mann auch noch stolz auf sein filmisches Verbrechen ist? Und um diese Story zu schreiben, braucht jemand mit einem IQ einer rohen Kartoffel bestenfalls dreißig Minuten.

Wenn man hier überhaupt irgendetwas Interessantes entdecken kann, sind es die passablen Splattereffekte, zumal auch Wert darauf gelegt wird, die zermatschten Gehirne genauestens in Szene zu setzen.

Fazit: Grausige Schauspieler, nervige Kamera, dämliche Story (die natürlich auf wahren Begebenheiten beruht) und viel Dilettantismus ergeben äußerst gnädige 2 Punkte, von denen 1,5 für die Goresezenen sind.

Details
Ähnliche Filme