Ihre Trauer ist groß. Liz (Suzanne von Borsody) gibt Ehemann Gregor die Schuld am Tod ihres Bruders und fordert Gregor auf, vorübergehend auszuziehen. Liz startet sogleich eine zahme Affäre mit dem charmanten Gastprofessor Peter Rossen (Rutger Hauer). Ist das das Ende einer vormals glücklichen Ehe oder finden Liz und Gregor wieder zueinander?
Neunzig Minuten lang muss der geneigte Zuschauer warten, bis er die Antwort erfährt, die er sich wahrscheinlich auch selbst hätte geben können.
"Am Anfang war die Liebe" zählt zur großen vom ZDF co-produzierten Schnulzenreihe nach dem nicht enden wollenden Vorrat an Pilcher-Romanen. Egal ob Rosamunde oder Sohnemann Robin; die Geschichten sind banal, spannungslos und leicht verdaulich.
In "Am Anfang war die Liebe" passiert eigentlich rein gar nichts. Die Story plätschert vor sich hin. Höhepunkte gibt es keine, dafür aber grauenvolle Dialoge zum Aus-der-Hose-springen.
Kostprobe:
Liz (am Sarg ihres Bruders): "Warum er? Warum gerade er?"
Liz' Freundin: "Keiner weiß es. Du musst jetzt stark sein."
Zum Glück hat der Film seine Stars, die die schwülstige Atmosphäre erträglich machen. Suzanne von Borsody spielt mit gewohnter Routine, Rutger Hauer macht altersbedingt auf sympathisch. Beide harmonieren wunderbar, auch wenn weder Hauer noch von Borsody wirklich gefordert werden.
Darüber hinaus bietet die kostengünstige Fließbandware schöne Landschaftsaufnahmen.
Den Muttis und Omis wirds gefallen. Selbst mir war hier nie langweilig. Nur deswegen vergebe ich dem abendfüllenden Nichts 5/10 Punkten.