Review

Wenn die Weihnachtsfeiertage mal wieder ein wenig zu besinnlich und gleichermaßen kulinarisch gemästet ausfallen, passt als kleiner Snack für Zwischendurch dieses Weihnachts-Feature von “Shrek” recht gut dazwischen.
Es besitzt nur einen Nachteil: Mit knapp 20 Minuten Laufzeit ist es einfach zu knapp ausgefallen.

Allerdings beschert einem dieses auch ein Dauergrinsen in komprimierter Form, denn Shrek und seine Freunde treffen mit ihren typischen Merkmalen mal wieder so ziemlich ins Schwarze der Humorscheibe, - mit toll animierten Gesichtsausdrücken, coolen Sprüchen und irrer Situationskomik.

In diesem Jahr will der Oger Shrek zum ersten Mal mit seiner Familie Weihnachten feiern, doch die knappen Vorbereitungen laufen chaotisch und an Heiligabend stürmen auch noch seine ganzen Freunde die Hütte und feiern ein turbulentes Fest, bis Shrek allesamt vor die Tür setzt, doch Frau Fiona kann im letzten Moment einlenken...

Es bietet sich der typische Shrek-Humor, etwa, wenn der seine drei Babys etwas unorthodox pudert “So, jetzt seid ihr alle wieder sauber”, um sie gleich darauf in einen Schlammtümpel zu setzen.
Oder wie unangepasst er sein Haus schmückt, was er in dem Buch “Weihnachtsvorbereitungen für Dorftrottel” aufgeschnappt hat.
Auch den bekannten Nebenfiguren wurden größtenteils treffende Pointen angedeiht, so dass der Kater während seiner Neuinterpretation der Weihnachtsgeschichte als tollkühner Zorro beim Anblick des Bömmels seiner Mütze den typischen Katzeneigenschaften verfällt, der Lebkuchenmann ein von Angst geprägtes Bild vom Weihnachtsmann hat, der Drache es mit dem Feuermachen maßlos übertreibt und Esel ohnehin kein Fettnäpfchen auslässt, um Shrek nervlich zuzusetzen.

Dabei geht es recht temporeich zur Sache, besonders beeindruckend ist hier eine Sequenz, in der sich die Hauptfigur durch eine eisige Winterlandschaft kämpft, während im Hintergrund Orffs “Carmina Burana” erklingt
Aber auch sonst ist viel Turbulenz im Spiel, von einem zubereiteten Truthahn, der zu “Everybody dance now” die Schenkel schwingt, Babys, die nur Quatsch machen und geiern, einem Festzug mit riesigem Santa aus Waffeln bestehend und natürlich das ordentliche Durcheinander, welches Shreks ungebetenen Gäste in der Hütte veranstalten.
Nur ganz zum Schluss wird es für einen Moment kitschig, was der kompletten Freude über dieses kurze Werk jedoch keinen Abbruch tut.

Im Gegenteil, dafür, dass “Shrek the Halls” einfach nur flockig und auf amüsante Art unterhalten will, was zweifelsohne gelingt, kann man am Ende noch etwas schlichtes, aber treffendes davon mitnehmen:
“Für Weihnachten gibt es kein Patent-Rezept, - man feiert es eben!” - Wie wahr!
8 von 10

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