Snuff 102 = 100 Min. Langeweile...
Und wieder frage ich mich, welchen unheimlich "harten" und Tabubrechenden Film mit dem Titel "Snuff 102" andere Leute wohl gesehen haben...?
Es passiert so gut wie gar nichts, Special F/X gibt es einfach nicht und die, mit extra Warnschild angepriesenen, "realen" Torture-Szenen sind völlig lahm! Da kriegen einige Damen mal 'ne Backpfeife. Wie gewagt...
Der Rest ist wie gesagt ziemlich langweilig. Eine zu verfolgende, stringente Story gibt es eigentlich nicht; aber eine pummelige Mittzwanzigerin interessiert sich wohl für den Mythos SNUFF. Tja... Alles an Szenen, welche irgendwie als verstörend, hart, pervers etc. empfunden werden könnten, spielen sich im Dunkeln, verpixelt oder Farbverfremdet ab. Das einzige blutige Intermezzo sind ein paar abgeschnittene Finger (ja genau, der älteste "Gore-Trick" der Welt, kann jeder sofort mit 'ner Flasche Ketchup nachahmen).
Bleibt zu sagen: der Hype, den der Film bei seiner Veröffentlichung erfahren hat (Bedrohung des Regisseurs, shutdown der Netzseite etc.), hat der Film echt nicht verdient. Als Statement zur degenerierten, gewaltgeilen Gesellschaft (was der Regisseur im Interview so darlegt) ok, als filmisches Werk nicht sehr gelungen; gerade auch wegen den unprofessionellen Darstellern.
Man sieht einfach in jeder Einstellung: die Leute tun nur so, hatten kein Budget für Effekte und wollten trotzdem was ganz doll Wichtiges, Intellektuelles und vielleicht noch Ruhmreiches hinlegen. Für mich ein ziemliches Blendwerk.
Ach ja, wer sich fragt, warum der Streifen denn nun so heißt: Die Nummer im Titel ist die Nummer des Opfers/Videos. 3/10