Sandra Perkins soll an ihrem 25. Geburtstag eines der größten Vermögen der Welt erben. Durch ihren vorherigen Tod, kann ihr Vormund in den Genuß des Reichtums kommen. Ein Giftanschlag auf dem Flug zu ihrem Posten mißlingt, also soll die korrupte Crew, das Flugzeug abstürzen lassen. Unbemerkt verlassen sie mit Fallschirmen die Maschine, die nun ohne Pilot auf das offene Meer zusteuert. Nur einer der Passagiere schöpft Verdacht, in letzter Minute gelingt es James Vine, mit Sandras Hilfe das Flugzeug zu landen. Doch weitere Anschläge folgen, ausgeführt von einem Verbrechersyndikat, in dem auch ihr Onkel involviert ist. Die Angst der jungen Frau steigert sich in Unermeßliche, denn niemand scheint ihr Glauben zu schenken. James Vine kreuzt erneut ihren Weg, auch er ist den Drahtziehern auf der Spur. Der Geheimagent weiß, daß Sandra nicht sicher ist, bis er die Verbrecher gestellt hat.
Irgendwie fühlt man sich bei diesem Eurospy Thriller doch stark an die Edgar Wallace Filme erinnert. Die gelben Mönche erinnern doch stark an den roten Abt, die Story ist sehr ähnlich wie beim Mönch mit der Peitsche und mit Karin Dor (eher unfesch mit Achselbehaarung) und Klaus Kinski sind auch einige der dortigen Stammtruppe mit dabei.
Hier hat ein Mädel erst mal ordentlich Dusel zunächst einen Giftanschlag und anschließend eine Notlandung zu überleben. Dahinter steckt ein Syndikat, bzw dessen Chef "das Auge" (der aber auch noch Bosse über sich hat, das Drehbuch hat da mehr Lücken als die Steuererklärung bayrischer Vereinsbosse), der hinter dem Erbvermögen her ist, aber zum Glück steht ihr der graumelierte James Vine zur Seite, als Beschützer und Love Interest.
Was folgt ist dann der übliche, aber wirklich top besetzte, Kriminalthriller. Allerdings ist die Story doch sehr löchrig erzählt. Warum Kinski als Killer Number One arbeitet aber später grundlos Sandra hilft ist ebenso unklar, für welche Organisation unser Held überhaupt arbeitet und aus deren Vergangenheit er und das Auge sich kennen, aber nicht unbedingt schätzen gelernt haben.
Meine Schwierigkeiten habe ich aber nicht erst seit seinen Auftritten als Old Surehand mit Stewart Granger. Als Geheimagent mit den flotten Onelinern mag er ja noch gerade so durchgehen, aber als Actionheld in einer Schlägerei und vor allem als doppelt so alter Lover scheint er mir doch ein wenig fehlbesetzt. Locker erkennt er, wenn sich in einem geschlossenen Ei ein Mikro plus Abspielgerät befindet (ich will gar nicht erst fragen, wie das da reingekommen ist) steigt aber zumindest genauso das Trash Amusement, wie auch bei den anderen zahlreichen technischen Gimmicks, mit denen man wohl auch das James Bond Publikum ansprechen wollte.
6/10