Review

Ein abwechslungsreicher Schauplatz ist schon mal viel wert, wenn wieder eine Gruppe von Teens dran glauben soll, - so macht sich ein Gruselkabinett mit vielen Räumen natürlich gut. Weniger effektiv ist annähernd alles andere, denn es fließt kaum Blut und mit den Figuren wird man auch nicht wirklich warm.
Wirklich blöd ist jedoch die Begründung für das Dahinsiechen, denn eine afrikanische Skulptur lässt die persönlichen Ängste der potentiellen Opfer Wirklichkeit werden.
Wenn jetzt einer Angst vor Langeweile hätte, sähe es schlecht aus…

Sechs Freunde finden sich im titelgebenden „House of Fears“ ein, darunter Samantha und ihre Stiefschwester Hailey. Da das Gebäude kurz vor der Eröffnung unbewacht ist und ein Deal mit dem Wachmann besteht, gibt es eine Privatführung, die für den ersten schon bald tödlich endet…

Mit der Einführung der Charaktere hätte man sich in der Tat mehr Mühe geben müssen, denn als Vorlauf dienen immerhin eine Party und der zunächst harmlose Gang durchs Haus.
Doch als es nach einer halben Stunde erstmals ein wenig spannend wird, fällt lediglich Samantha auf, die sich als potentielle Überlebende entpuppt, weil sie sich zurückhaltend und bedacht verhält, während die drei Typen nur ans Bömbeln denken und die beiden anderen Damen immerhin ganz nett aussehen.
Keine gute Voraussetzung fürs spätere Mitfiebern.

So gibt es letztlich nur zwei Aspekte, die im Gesamtpaket punkten.
Das ist einerseits die liebevolle Ausstattung des Schauplatzes, der von vielen Räumen durchzogen ist. Da befinden sich ein Mumienraum, eine Brücke mit rotierender Außenröhre, ein kleiner Friedhof, ein Labor, ein Spiegelkabinett und ein Säulen-Labyrinth.
Hier und da schnellen Requisiten nach vorne, verschließen sich Räume von Geisterhand und werden Kreaturen lebendig, die den Teens nach dem Leben trachten (Vogelscheuche, Glatzenmann, grimmiger Clown).
Der zweite Aspekt betrifft das durchweg ordentliche Tempo, denn nach dem Ableben des ersten ist eine Menge Bewegung im Spiel, es finden auch mal kleine Kämpfe statt, man hastet von Raum zu Raum und sucht per Karte einen möglichen Ausgang.

Das größte Manko betrifft hingegen die lahm in Szene gesetzten Ableben, da spricht eine FSK16 leider Bände, da während des gesamten Verlaufs fast kein Tropfen Blut zu sehen ist und nahezu alle im Off sterben. Beim ersten sieht man lediglich die Leiche, dann wird jemand unter einen Sandhaufen gezogen und auch beim dritten ist nur zu sehen, wie er aus dem Bild gezerrt wird. Gäbe es nicht die effektiv gestalteten Fratzen, wäre eine FSK12 durchaus denkbar gewesen.

Ansonsten ist der Kern der Story zu dünn, um näher auf Details einzugehen.
Ein paar Teens (von durchschnittlichen Mimen bekleidet) hasten durch ein abwechslungsreiches Kabinett, bis zum Showdown nur noch zwei übrig sind. 75 Minuten (ohne Abspann) sind der Handlung durchaus angemessen, so kommt zumindest kein Leerlauf zustande, aber so wirklich spannend gestaltet sich die Geschichte nicht.
Einzig ein paar atmosphärische Momente sind zu verzeichnen, sofern man auf das Interieur solcher Gruselkabinette steht. Wer auf die härtere Gangart steht, ist hier hingegen völlig fehl am Platz.
Im Gesamtbild zu harmlos,
5,5 von 10

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