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Am Vorabend der Eröffnung der neuen Gespenster-Gasse schleichen sich drei Mitarbeiter mit ihren Freundinnen heimlich ein, um ihre Mädchen zu erschrecken. Bald merken sie, dass sie in eine Falle ohne Ausweg geraten sind und ihr kleiner, abendlicher Spaß wird zum schrecklichen Albtraum: Einer nach dem anderen wird ermordet. Jeder Fluchtversuch wird vereitelt, die Überlebenden geraten in eine Welt von Terror, Tod und Schrecken, unmöglich zu sagen, was real ist und was nicht.

House of Fears hat im Teenie-Slasher Genre nichts neues zu bieten. Teenager die von ihren manifestierten Ängsten filetiert werden gabs schon mehrfach und auch das Setting des kommerziellen Geisterbahnhauses gabs schon in diversen Inkarnationen. Zu Beginnsehen wir erstmal das eine billig aussehende Steinstatue ausgebuddelt wird, die kurz darauf erstmal die Arbeiterschaft niedermetzelt. Wer das Ding ist und woher es diese Kräfte hat wird sicherheitshalber mal nicht näher beschrieben, ebenso wenig warum das Ding erst in Amerika zuschlägt und nicht schon vorher im Transportflugzeug für Furore sorgte.
Egal, wir steigen ein in Salem, Oregon, in dem das bewußte House of Fears kurz vor der Eröffnung steht. Wie es der Deibel so will, haben allerdings sechs Jugendliche nach einer Party vor des nächtens eine Privatvorführung zu machen. Als der erste stirbt bricht schnell die Panik aus, denn der Haupteingang läßt sich nicht mehr öffnen. So rennen die verbleibenden fünf durch diverse Gänge und Gruselräumen und werden Slasher typisch sukzessive dezimiert.
Überraschenderweise funktioniert dieses Programm gar nicht mal schlecht. Wir haben den üblichen Satz Klischeeteenies, deren man aufgrund ihrer Bräsigkeit ein baldiges Ableben an den Hals wünscht. Zumindest bei den final Two überrascht uns House aber, denn zumindest bei einer hab ich geistig schon den Nachruf geschrieben. Von der Härte kann der Film allerdings nicht leben, FSK 16 ist fast schon zu hoch, 12 hätte auch gereicht. Die Kills finden im Offscreen statt, Blut gibts nur Minimal. Dafür funktioniert die Atmosphäre sehr gut, das böse inkarniert sich als Vogelscheuche, Killerclown und Glatzenkiller der stark an Hitman erinnert. Die Masken sind dabei sehr gelungen, ebenso wie die Kulisen der diversen Gruselzimmer, die sogar beim Zuschauer manchen Schreckmoment bereit halten.
Manchmal nervt zwar das Stiefschwestern- und Beziehungsgeschwätz, aber solange die meiste Zeit durch dunkle Gänge gehetzt wird, tritt wenig Leerlauf ein. Innovationen sucht man zwar vergebens, aber seit Scream und meinetwegen noch Final Destination ist das Genre eh schon ausgelutscht. Für den kleinen Horror zwischendurch taugt House of Fears aber ganz gut.
6/10

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