Review

Da ich ein Herz für Trashfilme habe und seit meiner Jugend auch dem Tierhorror zugeneigt bin, gönnte ich mir an einem schönen Sonntagnachmittag diesen schwül-heißen Film.

Gleich vorweg, die Tricks beschränken sich kostengünstigerweise auf Doku-Szenen von (unterschiedlichen !!!) Krokodilen, die geschickt in die Handlung eingebaut wurden. Ein übergroßes Maul-Model ist für direkte Attacken des Ungetüms ein wichtiges Tool. Einige recht billig geratene PC-Effekte runden den trashigen Style vollends ab.

Optisch kommt das amerikanische Thai-Abenteuer gut über den Bildschirm, da man an Originalschauplätzen inszenierte. Es agiert auch eine beachtliche Anzahl von Darstellern, die nicht alle als "Kanonenfutter" für das Croc dienen. Michael Madsen spielt aktuell in jedem durchschnittlichen Streifen mit und darf hier eine Art Hommage an Robert Shaw (der Jäger in Spielbergs "Weißer Hai") mimen. Diese Leistung bringt er recht gut und "veredelt" den Trash mit seiner markanten Macho-Präsenz. Die Storyline ist bekannt, aber nicht zu naiv gestrickt und bietet Unterhaltungswerte auch außerhalb der Tierszenen.

Fazit:
6 Punkte gibt's nur für einem Trashfan.
Allen anderen Zuschauern ist das Tierhorrorwerk eher zu "kostengünstig" geraten.
Wer in den Spätsiebzigern seine Freude an "Fluss der Mörder-Krokodile aka Die heilige Bestie der Kumas" hatte, wird sich hier nostalgisch an Jugendjahre mit VHS-Kassetten erinnern ... und sich wundern, dass sich hier die "Tricktechnik" verblüffend ähnelt, als wären keine 30 Jahre vergangen.

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