Review

Fans des Tierhorror Subgenres haben es wirklich schwer heutzutage... waren es in der Vergangenheit entweder echte Tiere, oder zumindest gut gestalte Puppen und Plastiken wird heutzutage meist auf CGI erstellte Kreaturen gesetzt. 

Meist werden die Filme auf gewohlt trashige art und weise inszeniert und ein Star aus vergangenen Tagen darf sich dem Tier erwähren.
So haben wir in dem 2007 von Steward Refill gedrehten "Croc" niemand geringeren als Michael Madsen vor der Kamera, welcher hier auf Krokojagd geht.

Jack McQuade ( Peter Tunistra) hat ein gehöriges Problem. Während sein in Thailand gelegener Zoo sowieso schon nicht richtig Gewinn abwirft soll ein neuer Freizeitpark eröffnet werden und das auch noch genau dort wo sich sein Tiergarten befindet.
Weil ihm sein Zoo am Herzen liegt schlägt er eine hohe Geldsumme aus die ihm geboten wird damit er schließt. Fortan wird er schikaniert und man versucht ihn zu verscheuchen. Seine Krokodile werden entführt, man hetzt ihm die Finanzbehörde auf die Pelle und auch eine Tierschutzbeauftrage macht ihm Probleme. Als wäre das nicht alles schon genug, treten plötzlich Fälle von Krokodilangriffen an der Küste auf, welche tote verursachen. Um den Verdacht zu widerlegen das es eines seiner Schuppentiere ist und um weitere Tode zu verhindern zieht er in den Kampf gegen die riesige Echse. Dabei schließt er sich mit Croc Hawkins ( Michael Madsen) zusammen, der noch eine alte Rechnung mit der Panzerechse offen hat.

Stewart Rafill der mir zuvor nur durch die Sci-Fi Komödie "Die Eispiraten" bekannt war, versucht mit dem fürs TV produzierten "Croc" einen ernsthafteren Beitrag zum Tierhorrorgenre abzuliefern, scheitert aber am geringen Budget und seiner zu Bierernsten Inszenierung.

Aber erstmal zum positiven.
Was mir wirklich gefallen hat, ist die Tatsache das man mit Thailand einen wirklich unverbrauchten Drehort gewählt hat. 
Die schönen Landschaftsaufnahmen wissen zu gefallen.
Zudem wurden viele echte Tieraufnahmen von Elefanten, Krokodilen und Affen bei den Zooaufnahmen geboten.

Leider war es das dann schon mit dem guten,  denn die negativen Aspekte überwiegen hier deutlichst.
 Angefangen mit dem Titelgebenden Kroko. Hier hat man auf drei verschiedene Varianten gesetzt. Nähmlich einen mischmasch aus echten ( scheinbar aus Dokus zusammengeklauten) Krokodilen, CGi-Effekten ( vorallem bei den Attacken) und einem Model welches meistens dann sieht wenn das Tier dahintreibt oder ruht. Vor allem die Computereffekte sind hier ziemlich billig geraten und wirken wirklich grottig. Die eingefügten Doku-szenen wirken zudem eher deplaziert. 
Hier hätte man sich mal ein Beispiel am im gleichen Jahr entstandenen "Black Water" nehmen sollen, welcher den ganzen Film über mit echten Tieren auskommt.

Ebenso weniger hat mir die Story gefallen welche mit reichlich Klischees gefüllt wurde. So wirkt alles irgendwie aus anderen Filmen zusammengeklaut . Angefangen mit dem Verhalten der skruppelosen Geschäftsmänner, über die Tatsache das sich die Tierbeauftrage natürlich in den Protagonisten verliebt bis hin zum Prämie aussetzen auf die Ermordung des Monstertieres.
Hat man alles schon gesehen und zwar um einiges besser.

Das verhalten der einzelnen Figuren ist zudem des öfteren einfach nicht nachzuvollziehen.
So wird zum Beispiel die Schwester einer Familie gefressen und trotz Trauerfeier wirkt eigentlich kaum einer wirklich traurig und stattdessen flirten einige der Schwester als wäre nix gewesen.
Auch eine im Nebenplot behandelte Romanze wird dargestellt als würden die Figuren schon seit Monaten miteinander Daten obwohl sie sich gerade nen Tag lang kennen.
Um nur zwei Dinge zu erwähnen.

Die Angriffe des aus Urzeitenstammenden Wesens sind leider reichlich unspektakulär.
So sieht man meistens nur wie der CGi Kroko auf die Opfer zuschwimmt, die Menschen im Plastikmaul des Tieres verschwinden und das Wasser sich blutrot färbt. Da hat man schon deutlich besseres gesehen. Einzig eine derbe unlogische Szene in einem Swimmingpool ist etwas brutaler. Bedenke man das ein acht Meter langes Monster aus dem nichts in nem Pool ist, in welchem auch noch das Wasser glasklar ist, sodass das Opfer wirklich Tomaten auf den Augen haben muss um das Unheil nicht zu sehen.
Der Showdown ist extrem lahm und enttäuscht.

Darstellerisch kann man den eher unbekannten Akteuren eigentlich nichts vorwerfen. So merkt man ihnen an das sie ihr bestes geben.Zwar wird hier kein großes Kino geboten aber solide kann man da schon sagen. Michael Madsen der sich ja mittlerweile ja für so ziemlich jeden Scheiß hergibt wirkt aber meist eher unmotiviert und spielt auf dem Minimum. Man was ist aus diesem Mann nur geworden...

Fazit:
"Croc" ist ein weiterer Tierhorrorfilm den man ohne schlechten Gewissens vernachlässigen kann. Unspektakuläre Attacken, lahme Story und diverse Längen sorgen dafür das hier nicht einmal Mittelmaß erreicht wird. Für die schönen Landschaftsaufnahmen gibts ein Pünktchen extra, sodass der Film mit 3 Punkten noch recht gut bedient ist. 

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