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Eine Gruppe Teenager nimmt bei einem gemeinsamen Bowling-Abend vergiftetes Softeis zu sich, woraufhin die Beteiligten unter Krämpfen zu leiden beginnen und sich in Zombies verwandeln. Die normalen Menschen nehmen sie nun als hektische, merkwürdige und unverständliche Kreaturen wahr, während die Menschen sie als das sehen, was sie sind: Blutrünstige Bestien.

Neue Ideen braucht Hollywood immer wieder, das lässt sich nicht abstreiten, und besonders im einfallslosen Fließband-Genre Horror darf man bei jedem Hauch einer Innovation für gewöhnlich die Korken knallen lassen. Und im Grunde ist es auch gar nicht mal so dumm gedacht, einen klassischen Zombiestreifen aus Sicht der Infizierten zu inszenieren, doch so richtig wissen die Macher leider nicht, mit ihrer Idee umzugehen und sie geschickt auszuspielen.

So ist der Film bis zur Verwandlung der vier Protagonisten in Zombies noch recht bekömmlich und auch im Anschluss bleibt ein gewisser Unterhaltungswert durchaus vorhanden, weil das Szenario als solches recht lustig ist. Doch spätestens mit dem Erscheinen des Agenten, der ebenfalls ein Zombie ist, jedoch glaubt, ein Superkrieger zu sein, der die Menschheit retten muss, die wiederum aus seiner Perspektive die Zombies sind, baut der Film zunehmend ab und versucht nach den immergleichen Mustern Lacher zu erzwingen.

Beim gefühlten zehnten Mal ist es einfach nicht mehr lustig, wenn die Zombies mit einem Betrunkenen kommunizieren können, da dieser ja ebenfalls langsam denkt und redet. Und auch das Verlieren diverser Körperteile sowie der unerklärliche Appetit auf menschliche Gehirne sind auf Dauer nicht wirklich dazu imstande, den Film bis auf die Zielgerade zu tragen.

Letztlich fehlen dann auch die inszenatorischen Kniffe für den Sprung übers Mittelmaß, so wirkt "Wasting Away" leider mitunter recht billig inszeniert, einzig und allein der Wechsel von Schwarz/Weiß- und Farbaufnahmen, der zudem den Perspektivwechsel erleichtert, entpuppt sich als gute Idee, während für einen Zombiefilm an Gewalt und Blut gegeizt wird und auch die sonstige Inszenierung wenig hergibt. Die Darsteller sind dabei solide, aber auch nicht wirklich gut.

Fazit:
Eine gute Idee macht eben doch noch keinen guten Film, was der auf Dauer recht langweilige und eintönige "Wasting Away" beweist.

37% 

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