Neulich vor ein paar Jahrhunderten. Der eine Herrscher will sich nicht dem anderen Herrscher beugen, der ein paar Botschafter gefangen hält. Also wir Kara Murat losgeschickt, um die Sache zu bereinigen. Und der kann so ziemlich alles – es sieht nur etwas bescheuert aus. Und die Story ist einfach nur Kokolores.
Denn der Abenteuerfilm von Natuk Baytan wirkt dilettantisch, ist darin aber irgendwie unterhaltsam. Cüneyt Arkın als Titelheld kloppt alles weg, fliegt durch die Luft und reitet höchst engagiert mit einem Gesichtsausdruck, als hätte er ganz schlimme Verstopfung. Auch auf technischer Ebene bekommt man Anschlussfehler und immer wieder mal den Schatten der Kamera zu sehen. Dazu kommt noch die teils flapsige deutsche Synchro, die letztlich nur die eh schon klamaukigen Einlagen verstärkt. Immerhin meinen die Macher das hier nicht todernst, zumindest sieht es nicht danach aus. Mehr als unfreiwillig ist die Komik hier dann aber doch nicht, tonal kann sich das Machwerk eh nicht so recht entscheiden. Und der Schurke geht derart mit seinem Personal um, als gäbe es keinen Fachkräftemangel.
Immerhin gibt’s ab dem zweiten Drittel immer wieder Raufereien mit Spielzeugmessern, bei denen Kara Murat eine komische Schnute zieht, Daniela Giordana macht sich mal frei und am Ende wird's sogar noch artistisch. Insgesamt ziemlich doof, im Rahmen von SchleFaZ aber konsumierbar.