6
Cüneyt Arkin hüpft wieder auf seinem Trampolin rum. Das macht er ganz gut. Kung Fu ist das trotzdem nicht, auch wenn die deutsche Titelschmiede von damals uns das einzubläuen versuchte. "Echte Chinesen" kommen auch nicht vor (Yellowfacing!), ja nicht einmal so etwas wie eine echte Handlung. Der Held erweist sich auch als Fähnchen im Wind, so oft wie er die Seiten bzw. seine Allianzen wechselt. Ist aber alles zweitrangig, denn es zählt hier letztlich nur der Actiongehalt. Und der ist dank üppiger Schlägereien alle paar Minuten und einem nicht enden wollenden Finale, in dem auch Paläste in die Luft gejagt werden, immens hoch. Darum ist dieser bizarre Italo-Orient-Hybride von einem Historienfilm (?) auch schon immer potentiell für die Bud-Spencer-Fraktion empfehlenswert gewesen - nicht zuletzt auch weil dieselben dumpfen Schlaggeräusche zu vernehmen sind und es in den Duellen bisweilen zu Slapstick kommt.
7
Guter Actionfilm im Abenteuer-Fantasy Setting ohne übernatürlich Elemente. Karamurat (Cüneyt Arkin) prügelt seine Feinde, von denen es viele gibt, im 10 Minutentakt zusammen. Die Kämpfe sind gut inszeniert und verdammt unterhaltsam obwohl keiner der beteiligten überragende Kampfsportkünste besitzt. Es wird mit Schwertern, Messern und den bloßen Fäusten gekämpft. Hart ist der Film nicht gerade aber immerhin werden ein paar Unschuldige (unblutig) ausgepeitscht, darunter auch ein Kind. Einen Übertrashfilm erwartet einen hier nicht, denn dafür ist das ganze doch zu gut gemacht, was nicht heißen soll, dass einige Dialoge amüsant sind und Karamurat macht manchmal einen auf Bud Spencer und Terence Hill. Außerdem springt er gerne von 15 Meter hohen Mauern um dann auf einem Pferd zu landen und wegzureiten usw. Realismus ist also fehl am Platz und das ist gut so. Mir hat die Mischung aus Kampf und Trash gefallen.