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Inhalt (dt. Fassung):

China..., während der manchurischen Qing-Dynastie. Der junge Ku Xinshuan (Wong Yue)..., der sich "der Kummervolle" nennt..., ist ein ebenso gewitzter wie auch eitler Schwertkämpfer..., dem der Sinn nach Ruhm steht..., und der zudem eine besondere Schwäche hat: Eine Schwäche für Geld.

Er tötet 4 Kämpfer, die vom Prinzen Yan (Ku Feng) einen gefährlichen Auftrag erhielten..., um selbst diesen Auftrag -für dessen Ausführung der Prinz eine stattliche Belohnung ausgelobt hat- zu übernehmen.
Es gilt eine Truhe mit wertvollem Inhalt von der Residenz des Prinzen nach Xian zu bringen....

Der Weg ist natürlich gefahrvoll..., doch findet Ku nachdem er in einem Kampf von einer vergifteten Klinge getroffen wird, Hilfe in Person des Bettlers Yang (Lo Lieh).
Beide machen sich nunmehr gemeinsam auf den Weg Richtung Xian.

Hinter der Truhe sind etliche Personen hinter her..., so der edle Schwertträger Gu Feitian (Chen Kuan Tai)..., der sein ganz eigenes Spiel treibt.
Außerdem sind da noch Master Huo (Tang Ching) und dessen schöne Tochter Shui (Lam Sau-Kwan)..., die politische Ziele verfolgen.
Zudem schaltet sich noch Banden-Chef Chi Sifang (Chan Shen) ein..., der versucht, Gu Feitian zu erpressen...., diese Figuren intrigieren und kämpfen also auch gegeneinander....

Yang treibt indessen ein falsches Spiel..., und wird von Ku Xinshuan getötet.
Als Ku in Xian eintrifft, und die ominöse Truhe an den Prinzen Yan übergeben will, überschlagen sich die Ereignisse.......


Fazit:

Ein wirklich guter Streifen..., im Jahre 1980 schuf Eastern-Meisterregisseur Sun Chung diesen KungFu-WuShu-Actioner für die Studios der Shaw Brothers.
Mit besonderer Kamera-Führung..., einer komplex-mysteriösen Storyline und jeder Menge dynamischer, perfekt choreographierter Fights versehen, gelang Sun Chung hier ein unterhaltsamer, kurzweiliger Genre-Beitrag...., der in der deutschen Fassung auf "Action" getrimmt wurde.

Doch bleibt die Handlung letztendlich komplex genug..., ist Platz genug für etliche Intrigen, instabile Bündnisse und wechselnde Loyalitäten.... in einer Jagd nach einer dubiosen Truhe, um die etliche Parteien streiten.
Daraus schustert Sun Chung, garniert mit schönen Frauen, interessanten Sets und kerniger WuShu-Action einen durchaus sehenswerten Eastern.

Das edle Shaw-Interieur..., illustre Outdoor-Locations und aber auch einiges an baufälligen, fast unaufgeräumten Studio-Sets nutzt Sun Chung hier geradezu genüsslich...., bieten den Hintergrund für Sun´s ausgefeiltes Drama..., um einen jungen Heißsporn, der als Anti-Held durch diesen Streifen führt.

So hat denn Wong Yue hier eine tragende Rolle..., er ist aber nicht gerade ein sympathischer Held. Arrogant verzogen..., eitel, so wirkt er...., dazu diese Frisur, die eher weibisch wirkt. Ein besonderer "Held" also..., wohl eher ein Anti-Held. 
Der eigentliche Star dieser Produktion ist für mich aber eher ein anderer Darsteller..., wie kann es anders sein..., es ist natürlich Chen Kuan Tai, der MegaStar der Shaw Brothers.

Chen mimt einen edlen Schwert- und Speer-Fighter..., stets in teures Tuch gehüllt..., und auf einem weißen Ross reitend. Er spielt hier sein ganz eigenes Spiel..., ist mal graue Eminenz, mal ganz offen intrigierend..., und er hat hier auch die besten Fight-Szenen für sich gebucht.
Lo Lieh...., ebenfalls ein großer Star des Studios..., er ist hier als Bettler mit Schalk im Nacken grandios besetzt..., doch auch ihm ist nicht zu trauen.
Der Rest des Ensembles agiert solide..., mehr brauchen sie nicht, und manch bekanntes Gesicht erscheint in mehr oder weniger kleinen Rollen. Shaw-Haudegen Chan Shen, die schöne Lam Sau-Kwan..., und in einem Gast-Auftritt gar Shaw´s Villain-Ikone Johnny Wang Lung Wei, der als fleischbeilschwingender Killer Wong Yue zum Kampf stellt.

Die Fights sind die Würze eines Eastern..., das ist auch hier in "Rendezvous with death" nicht anders..., dynamische Klasse-Kämpfe..., mit Schwert, Speer..., und Wong Yue führt einen dubiosen Kampf-Schirm bei sich. So sind die Fights abwechslungsreich..., immer neue Moves. Die Fighting Instructor-Legende der Shaw Brothers neben Lau Kar Leung ist... Tang Chia, und er zeichnete für die bravouröse Action hier verantwortlich. Chen Kuan Tai hat die besten Fights für sich gebucht, wie ich bereits erwähnte..., er kämpft hart und elegant zugleich.

Als Manko in dieser deutschen Fassung (in der Chen Kuan Tai doch tatsächlich von TV-Darsteller Sigmar Solbach synchronisiert wurde) muss man wohl festhalten, dass es hier wohl etwas zu lange unklar bleibt, warum denn diese Truhe so wertvoll ist.
Die originäre chinesische Fassung dürfte evt. Längen haben, die hier herausgeschnitten sind..., doch habe ich eher das Gefühl, dass diese Fassung wohl noch höher zu bewerten ist...

Dennoch..., ein kurzweiliger, wirklich guter, sehenswerter Eastern von Sun Chung...., einem der Meister-Regisseure der Shaw Brothers. 8/10 Punkte sind da ein gerechter Lohn.

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