Es hat schon seinen Grund, warum man Marc Caro fast 20 Jahre nach seinem sensationellen in Co-Regie gedrehtem "Delicatessen" immer noch keinen Film im Alleingang drehen lies.
Wäre ich der Produzent gewesen, hätte ich den Regiesseur ebenfalls auf die titelgebende Hölle "Dante 01" exportiert, um die eine Art Sträflingsversuchsraumstation kreist, die ich dann auch gleich "Caro 01"" nennen würde.
Der Film ist langweilig, nervig und mit Abstand zu lang. Caros Vorliebe für bizarre, merkwürdige, ja fast clowneske Gesichter in Großaufnahme (am besten noch durch das Fischaugen-Objektiv gefilmt) nervt hier mindestens genauso, wie diese ollen abstrakten Phantasien, mit denen der Zuschauer ebenfalls regelmäßig belästigt wird.
Besonders ärgerlich ist die tasache, daß der Film handwerklich natürlich hervorragend gemacht ist, die Kamera schön recht künstlerisch auffährt und die ganze Sache auch zu keiner Zeit so billig wirkt, wie sie wahrscheinlich war. Aber gerade DESWEGEN gebe ich diesem Film noch nicht mal drei Punkte....weil man das alles SOVIEL besser hätte machen können und meine Zeit durch dieses missglückte Werk ein weiteres mal verschwendet wurde (nach der "Stadt der verlorenen Kinder")