Die Antwort auf Kubricks 2001 kommt aus Frankreich.
So könnte ein Kurz-Fazit aussehen – doch wird es gerecht?
Nach der Sichtung des Filmes war ich erst mal enttäuscht, weil der Spielraum (Raumstation) wieder mal nur eine sehr begrenzte Filmkulisse bietet.
Schick ist das Teil gefilmt worden.
Die glatzköpfigen Darsteller passen zum düsteren Gesamtkonzept.
Die Geschichte ist erwachsenengerecht und sehr sperrig geraten.
Die Gesamtkonstruktion lässt zudem noch enormen Raum für Interpretationsmöglichkeiten.
Gerade diese Interpretationsmöglichkeiten vermengt mit Bild- und Farbkompositionen geben DANTE 01 das gewisse Etwas.
Wer eine sahnige SF-Balleropera auf amerikanische Art erwartet, wird völlig enttäuscht werden. Der vorliegende französische Film ist nämlich eher ein „Kopffilm“ mit entsprechenden Bildern. Rational darf man bei dem Werk nicht sein, eher emotional und deutungswütig.
Unterm Strich ist der Film ein Füllhorn an Deutungsmöglichkeiten, wobei stark die Themen Religion, Wissenschaft, Psyche und der Kampf von Gut und Böse inhaltlich vertreten sind.
Manchmal kommt die Storyline wirr daher. Vieles wird nicht erklärt. Raum für Diskussionen bleibt nach dem Nachspann. Leider werden die Diskutierenden nicht zahlreich vorhanden sein, weil Mainstream ist der Streifen sicherlich nicht. Endlich mal wieder!