kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 21.05.2012
"Dante 01" definiert sich als symbolträchtiges Kammerspiel, dessen Abhängigkeit von der Bedeutungsschwangerschaft der Bilder dazu führt, dass alles irgendwie aufgesetzt wirkt. Man fühlt sich alle paar Minuten mit dem Kopf in die Buddhatorte gepresst. Filmisch ist das sehr ungünstig gelöst; zwar ist Caros Regie optisch stimmig geraten (wenngleich die epileptische Schlussszene wie schlecht zusammenkopiert wirkt; wie man sowas effektiv anstellt, zeigt beispielsweise der Vorspann von "Enter The Void"), das Drehbuch wirkt aber statisch und verkrampft und scheint unabhängig von der Symbolik nicht lebensfähig zu sein. Unter dem Strich nicht ganz uninteressant, aber philosophischer Kern und Filmhandwerk gehen hier nicht Hand in Hand.
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