4
kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 21.05.2012 "Dante 01" definiert sich als symbolträchtiges Kammerspiel, dessen Abhängigkeit von der Bedeutungsschwangerschaft der Bilder dazu führt, dass alles irgendwie aufgesetzt wirkt. Man fühlt sich alle paar Minuten mit dem Kopf in die Buddhatorte gepresst. Filmisch ist das sehr ungünstig gelöst; zwar ist Caros Regie optisch stimmig geraten (wenngleich die epileptische Schlussszene wie schlecht zusammenkopiert wirkt; wie man sowas effektiv anstellt, zeigt beispielsweise der Vorspann von "Enter The Void"), das Drehbuch wirkt aber statisch und verkrampft und scheint unabhängig von der Symbolik nicht lebensfähig zu sein. Unter dem Strich nicht ganz uninteressant, aber philosophischer Kern und Filmhandwerk gehen hier nicht Hand in Hand. *weitere Informationen: siehe Profil
1
Unser Gericht heute: DANTE 01 Man nehme folgende Zutaten: Storylines, Einstellungen und Effekte aus: - 2001 - Mission To Mars - Alien 3 - Matrix Revolutions - und diverser STTNG-Folgen Die restlichen Teile des Gerichts können einfach mit Luft aufgefüllt werden, fällt nicht weiter auf ... Man rühre wiefolgt zusammen: Ohne erkennbaren Zusammenhang oder Hintergrund die genannten Zutaten lose aneinanderreihen, garniere mit 2 ebenso 1000-mal gesehenen wie langweiligen Mordszenen, entnehme aber vorher noch jegliche Spannung, Anspruch und Logik. Man bekommt serviert: Sinnfreie Story, verschenkte Darsteller, pseudo-christliches Gelaber en masse ohne jeglichen eigenen Ansatz, wirkt wie die Reste von letzter Woche zusammengekippt und in der Mirkowelle aufgewärmt => folglich mehr Ärgernis als Nahrung, da nimmt man sich anschließend lieber 'ne Serien-Bratwurst aus dem TV, da wird man wenigstens satt und muss sich nicht übergeben ...