Jumper ist eine versuchte Mischung aus Action, Thriller und Fantasy (oder Science Fiction). Hayden Christensen ist David Rice, ein Jumper. Diese werden gejagt von einer Regierungsbehörde unter einem mysteriösem Roland (Samuel L. Jackson). Jumper sind Menschen die sich von Ort zu Ort teleportieren können. Roland und seine Paladine jagen und töten Jumper. David Rice bringt sich und seine Angebetete Millie (Rachel Bison) in Gefahr.
Der Film selbst ist für 2008 recht dürftig produziert und entfaltet im Kino keine große Wirkung. Vor 10 Jahren würde diese Machart eher beim Publikum angekommen sein. Wahrscheinlich ist er wohl schon für den DVD/Blue Ray Markt vorproduziert worden. Die Fantasy, Action und Thriller Elemente sind leider nur in Ansätzen vorhanden und sind nicht richtig aufeinander abgestimmt. Natürlich muss jetzt bei einem Action Film die Geschichte und die Charaktere nicht so toll herausgearbeitet sein, aber ein wenig Hintergrundinfos zum Geschehen wäre nicht schlecht. Aber selbst die Action stimmt nicht und so fehlt den wenigen Action Szenen einfach der Pep. In Fernost hätte man sicher noch klasse Material Arts Einlage hinzufügen können. Man kann auch nicht sagen, dass der Held besonders schlau oder gerissen vorgeht. Eigentlich stolpert der Jumper von einer Falle in die nächste. Warum brauchte Roland 8 Jahre um David Rice endlich zu stellen?
Positiv sind sicher die „Locations" zu denen David Rice „jumpen" darf. Doch auch hier meine Kritik, muss der Held den unbedingt am Big Ben, auf den Sphinx, Pyramiden, Golden Gate Bridge etc.... rumstehen. Auffälliger und vor allem Kitschiger geht es wohl nicht. Weitere Highlights sind sicher die hübsche Schauspielerin Rachel Bison und Samuel L. Jackson. Der hat zwar gefärbtes schlohweißes Haar doch er wirkt wie immer souverän. Teleportieren selbst ist ja im Kino keine Seltenheit. Star Trek und X-Men Fans haben so etwas schon ein paar Mal gesehen.
Aus meiner Sicht beginnt der Film gar nicht so übel und auch das letzte Drittel kann sich sehen lassen. Dazwischen kann man aber kurz mal eine Klo Pause machen oder sich Popcorn nachholen. Versäumen tut man da nämlich gar nix. Eine selten naive Liebesgeschichte und eine lahme Verfolgungsjagd tragen halt nicht besonders zur Unterhaltung bei. Leider nimmt sich Jumper auch selten dämlich ernst und so wird noch versucht einige Konfusion in die eher leichte Kost zu mischen. Einige Ideen wie mit Auto „jumpen" u.a. sind sicher nett, aber irgendwie fehlt auch hier immer der notwendige Biss. Leider fehlt es auch an Humor und so sorgt der Sager „ Ich hasse Tschetschenien!" für den einzigen Schmunzler.
Jumper wird wohl nie in die Filmhistorie eingehen. Die Schauspieler sind bemüht und der Film ist an sich nicht schlecht gedreht worden. Aber es fehlt eindeutig an spannenden Sequenzen. Dem Zuschauer wird einfach zu wenig geboten. Durchschnittsware die die eine oder andere gute Idee vergeudet. Auf gewisse Weise bleibt Jumper aber unterhaltend. Man merkt allerdings, dass hier wiedermal für Teil 2 schon vorgedacht wurde. Ob dieser aber jemals gedreht wird?