Review

David Rice hat während seiner High School Zeit einen Unfall: Er bricht im Eis eines gefrorenen Flusses ein. Dadurch entdeckt er die unglaubliche Fähigkeit, sich von Ort zu Ort zu teleportieren zu können. Als ihn seine Mutter verlässt und David mit seinem Vater alleine wohnt, wird David unzufrieden. Er will sich in New York ein neues Leben aufbauen und verschwindet dorthin. Doch anstatt sich sein Leben auf herkömmliche Art zu sichern, beginnt er sein Talent der Teleportation dazu zu benutzen, um Banken zu berauben. Er denkt nicht über Konsequenzen nach, er benutzt seine Fähigkeit einfach dafür, was er sonst nicht könnte. Doch David ist nicht der einzige "Jumper" - eines Tages taucht Roland bei ihm auf. Roland ist der Anführer der Paladine, welche Jumper jagt und tötet. David begibt sich auf die Flucht.

Gütiger Himmel, was ist denn das hier für ein Stück seelenloses Popcornkino für Heranwachsende. Was Jumper abliefert ist maximal für diejenigen interessant, denen bei ähnlichen Filmen wie Transformers und Konsorten der Sabber aus der Schnute läuft. Die Story ist dabei ebenso dünn, wie auch mehr oder weniger belanglos. Ein Schüler entdeckt seine dollen Fähigkeiten (woher er die hat? Weiß ich doch nicht), nützt diese aus um sich Geld zu verschaffen und seine Jugendliebe anzubaggern, trifft einen anderen Yuppie Springer und wird dabei von sogenannten Paladinen verfolgt.
Vor dem Film ist jedenfalls dringend geraten sein Logikzentrum auf keinen Fall aktiviert zu lassen, denn das Drehbuch hats ja schließlich auch nicht getan und wirft dem Zuschauer zusammenghanglose Brocken hin, nach dem Motto "schau doch selbst was du damit anfangen kannst". Das fängt schon bei den Jumpern an, die einfach so da sind, ohne das wir erfahren was diese Superkräfte auslöst. Noch schlimmer wirds mit den Paladinen, die wohl sowas wie ein religiöser Geheimorden sind und die Jumper angeblich schon seit Jahrhunderten verfolgen. Mehr als eine dahingenuschelte Erklärung, das nur Gott solche Kräfte haben sollte gibts hier auch nicht. Wer sind die genau? Wie rekrutieren sie ihre MItglieder? Wieso können die jetzt im Windschatten hinterherjumpen und so weiter. Fragen über Fragen.
Zudem sind die Charaktere ziemlich lieblos geschrieben, viel zu jung und hauptsächlich darauf aus zunächst die Love Story durchzuprügeln um dann gegen Ende sich als Jumperduett der spaßlosen Art gegen die Häscher zu erwehren. Alle handeln dabei möglichst schön irrational und schwafeln sich dabei die Seele aus dem Leib. Viel Action wird eigentlich auch nicht geboten, man jumpt halt von A nach B, zeigt seiner Ische das Kolloseum oder springt einfach wahllos durch die Weltgeschichte mit Verfolgern im Gepäck. Die Darsteller können ebenso wenig glänzen und sind eigentlich beliebig austauschbar. Selbst Samuel L Jackson spielt nur durchschnittlich, hat aber wenigstens noch seinen eingebauten Coolnessfaktor, den er neben seinen blondierten Haaren ins Rennen schicken kann.
Neben Jackson ist dann immerhin noch die gute Optik und die Special FX die punkten können, aber ansonsten hab ich mich königlich gelangweilt, bin aber wahrscheinlich schon zu alt für diesen Film.
3/10

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