Inhalt:
China in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Im Nordosten des Landes werden Reisende immer wieder von räuberischen Banden heimgesucht, die mit äußerster Brutalität vorgehen.
Es etablieren sich Sicherheitsagenturen wie die "Sze Yang Security", die versuchen, diesen Verbrechern Einhalt zu gebieten. Doch die Überfälle dauern an..., gleichwohl die Banden einen hohen Blutzoll nunmehr zu entrichten haben.
In einer Stadt sind die Verbrecher auf den Hehler Su Wong (Lung Fei) angewiesen, der den Preis durch Zaudern bei den Verhandlungen immer wieder runterzudrücken gedenkt. Su Wong ist der Kopf einer Gang, die diese Stadt quasi im Griff hat. An seiner Seite befinden sich gefährliche Fighter..., so Lo (Shan Mao), der psychisch auffällige Japaner Shinga (Luk Chuen) und 4 ominöse Kämpfer mit bienenkorbartiger Kopfbedeckung.
Die Drecksarbeit bei den Überfällen besorgt indes ein brutaler, namenloser Kämpfer (Phillip Ko).
Letztendlich stellen sich diesen Gangstern 4 Männer entgegen: Xiao Pao (Wang Yu) ist ein Spieler, der sich bei Feng Chung (Chang Yi) verdächtig machte, da er den Gangstern beim Spiel eine Beute abluchste, diese aber noch im Beutel der Sicherheitsfirma mit sich führte. Zu den beiden gehören noch der ehemalige Kampfschulen-Leiter Hwu Tien Pao (Chen Hsing), der seine Alkohol-Sucht überwinden konnte, und dessen einstiger Schüler Chang (Kam Kong).
Zwischen den Gangstern mit Su Wong an der Spitze und den 4 Freunden kommt es zum brutal geführten Show-Down......
Fazit:
Nachdem Wang Yu die Studios der Shaw Brothers verließ, mit denen er in der "One-armed swordsman"-Reihe große Erfolge feierte, machte er auf eigene Faust weiter..., ausschließlich in kostengünstigen dafür beinharten KungFu-Actionern.
So auch hier in dieser 1974 für das Label "First Films" in eigener Regie entstandenen Produktion, die so ganz typisch für Wang Yu in seinen posthumen Shaw-Jahren war.
"Dragon squad" ("Die stahlharten vier") ist ein relativ anspruchsloser, günstig anmutender und in seinem Aufbau und seiner Atmosphäre einfach gehaltener KungFu-Action-Streifen, der aber durch seine harten Kämpfe und seine zwar simple aber dennoch gewitzt und geradlinig umgesetzte Story überzeugen kann.
Und Wang Yu lässt in dieser mir gekürzt vorliegenden Fassung dieses Streifens zunächst überraschend wenig kämpfen. Er befasst sich eher mit der Geschichte und vor allem der brüchigen Männlichkeit der Helden.
Chen Hsing spielt einen herunter gekommenen KungFu-Meister, der dem Alkohol ergeben ist..., und für den eigentlich Endstation ist. Seine Figur sieht auch ein, dass sie am Ende ist..., und der sich selbst nicht mehr helfen kann. Durch ein Mädchen (Yee Hung) bekommt er denn doch die Kurve.
Wang Yu selbst spielt einen vagabundierenden Spieler..., der vornehmlich die Verbrecher über´s Ohr haut, sich verdächtig macht, sich aber dann den Männern anschließt, die den Gangstern das Handwerk legen wollen.
Dazu stößt denn noch Kam Kong, einst Schüler von Chen Hsing, oft verletzt und humpelnd..., doch er beißt sich durch und durch sein Rollenbild.
Chang Yi..., einst zuvor ein für die Shaw Brothers oft agierender Darsteller ist hier der, der die Leitung dieses Quartetts übernimmt, dies unaufgeregt und die Schwächen der 3 anderen irgendwie übergehend. Eine besondere Darstellung.
Die Villains werden von Eastern-Veteran Lung Fei angeführt, der spielt seine Rolle trocken heraus..., sagt zu Wang Yu: "10.000 $? Das ist mir zu teuer! Ich zahle lieber deine Beerdigung..., die kostet nämlich nix!" Fast unterkühlt leitet er seine Hehlereien und Mauscheleien.
Shan Mao agiert solide, viel gibt sein Rollenbild nicht her. Anders Luk Chuen, der einen psychisch auffälligen Japaner mimt..., der zerreißt als Marotte vor einem Kampf immer seinen schwarzen Fächer, redet kaum und hat den Blick eines Psychopathen.
Die 4 Fighter mit ihren bienenenkorbartigen Kopfbedeckungen sorgen als stilisierte, stumme Kämpfer für etwas Trash-Feeling.
Teilweise gibt es ein paar kleine Längen..., doch Wang Yu lässt alles denn doch insgesamt unterhaltsam in einen intensiven Show-Down münden...., die letzten 8 Minuten der dt. Fassung (cut) haben es denn ziemlich in sich.
Rau-derbe Action und knallhartes KungFu..., typisch Wang Yu eben.
Doch die Regie lässt sich denn doch noch was besonderes einfallen: Die 4 Helden gehen gemessenen Schrittes nebeneinander zu heroischer Musik an die Stätte des Endfights..., und ein nicht geringer Teil dieses Kampfes findet denn mit einem mal, als 2 Duellanten dort hinein geraten, in einem Hühnerstall (!) mit etlichem, minutenlang panisch aufgescheuchtem Geflügel statt! Doch man kann die Aktionen noch gut verfolgen..., aber das ist schon etwas, was ich noch nie in einem Eastern gesehen habe... hoijoi!
Kurzum..., keine hohe Kunst, aber ein durchaus passabler Eastern "für zwischendurch"..., was für Wang Yu-Fans..., ich gebe sehr knappe 7/10 Punkte.