21, ist die Verfilmung realer Ereignisse, die sich in den USA an der MIT (Massachuchsetts Institut of Tech) in Boston tatsächlich so, oder so ähnlich, zugetragen haben. Das allein ist schon mal ein Grund sich den Film anzusehen. Wie kann man beim Black Jack bescheißen ohne sich strafbar zu machen? Leider wird das System nie richtig erklärt und der Focus des Films liegt eher auf den Jugendlichen Darstellern, als auf den Karten.
Zur Story: Der Student Ben Campbell hat sein ganzes Leben lang jeden Mathepreis gewonnen und jeden Abschluss mit einem 1,0 Schnitt geschafft. Doch um an der berühmten Harvard Universität studieren zu können braucht er viel Geld um die Studengebühren zahlen zu können. Geld das er nicht hat. Da macht sein Matheprofessor an der MIT ihm den Vorschlag zusammen mit anderen Mathegenies beim Black Jack Karten zu zählen. Ben, der keine andere Chance sieht um sonst an Geld zu kommen, sagt zu und wird von dem Glamour von Las Vegas gepackt und aus dem unscheibaren Student wird ein richtiger Spieljunkie.
Doch die Casinos sind gegen Leute wie Ben gewappnet und so ist ihm bald der Falschspielerspezialist Cole Williams auf den Fersen.
Die Story ist teils sehr interressant gemacht, weißt aber bei einer Laufzeit von über 120min, vor allem im Mittelteil des Films, deutlich zu viele Längen auf. Außerdem ist die Entwicklung von Bens Character sehr vorhersehbar und jedem dürfte wohl klar sein, dass er über sein selbstgesetztes Limit von 300000 Dollar hinausgeht, seine Freunde vernachlässigt und nur noch für die Wochenenden in Las Vegas lebt.
Man hätte mehr über die Tricks beim Zählen erklären sollen, denn wenn man schon einen Film über dieses Thema macht dann bitte richtig. Auch wenn klar ist, dass man natürlich keine Anleitung zum Casinoabziehen zeigen kann.
Hauptdarsteller Jim Sturgess, der auch als einziges Mitglied in seinem Team richtig vorgestellt wird, spielt routiniert, aber mehr als Standard bekommt man nicht geboten.
Kevin Spacey als charismatischer Profizähler und Matheprofessor spielt alle anderen Jungdarsteller locker an die Wand, auch wenn man gerne etwas mehr über seine Rolle hätte erzählen können.
Laurence Fishbourne, der seit Matrix deutlich einige Kilos zugelegt hat, spielt seinen alterden Falschspielererkenner (oder was bei diesem Job die korrekte Bezeichnung ist) überzeugend, kommt aber deutlich zu kurz.
Außerdem hat der "echte" Ben Campbell einen Kurzauftritt als Kartengeber im Planet Hollywood Casino.
Fazit: Amüsantes Filmerlebnis, vor allem wenn man bedenkt, dass der Film auf realen Tatsachen beruht. Leider ist der Film zu lang und die Hauptsache, das Kartenzählen, wird zu schlecht erläutert.
6,4/10 Punkte