Review

Die USA zur Zeit des "Wilden Westens" (in der 2. Hälfte des 19. Jahrhundets). Der von Giuliano Gemma verkörperte Charakter, zu 30 Jahren Zwangsarbeit verurteilt, gelingt die Flucht aus dem Straflager. Ihm wurde der Mord an seinem eigenen Vater zur Last gelegt. Die wahren Schuldigen, ein eitler Tycoon und seine Schergen, darunter ein korruptiver Sheriff, sollen nun seiner Rache zum Opfer fallen.

Also, ich bin ja ansonsten keiner, der die Kritiken/Reviews anderer groß anprangert, wenn sie nicht meiner Meinung entsprechen. Aber als Easternfan, so wie aber auch als Italowestern-Fan, kann ich diese eine Review-Kritik hier nicht so stehen lassen. "Der lange Tag der Rache" ("I Lunghi giorni della Vendetta") ist ein überaus solider, spannender, gutklassiger Vertreter seines Genres. Nicht billig gemacht, starke Italowestern-Atmosphäre mit den einmal mehr prächtigen Bildern aus dem Hinterland des spanischen Almeria. Die Handlung ist zwar gedehnt, aber letztlich kompakt in Szene gesetzt, die Shootouts kernig, hart und kompromisslos, die Charaktere natürlich auch mal stereotyp..., gängige Muster sind genre-üblich und werden von den Fans des Italowestern einfach erwartet.

Und Gemma ein "arroganter Schleimbeutel"? Quatsch mit Soße. Gemma ist hier nicht der lumpig-dreckige, eigennützige Held -und somit gar gar nicht stereotyp-, eher der gepflegte Dandy im Italowestern. Aber er agiert kompromisslos und zielgerichtet. Alles mündet in einen interessant gemachten Showdown, ist schlüssig und gediegen. Ein Italowestern der gehobenen Sorte, klarer Fall.

Kleiner Ausflug in mein 2. Lieblings-Genre..., aber angesichts dieser einen haarstreubenden, ja dämlichen Kritik, dieses kläglichen Reviews, mal mehr als notwendig. 

8/10.

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