Ich habe schon hunderte Slasher zu Gesicht bekommen, und der mir hier vorliegende "Prom Night" gehört sicher nicht zu den guten des Genres.
Eins mal vorneweg, dieses angebliche Remake hat mit dem 1980 entstandenen "Prom Night" nur den Titel gemein. Die Grundgeschichte ist eine ganz andere, demnach würde ich ihn auch nicht Remake nennen. Hatte das "Original" noch gute Darsteller (Jamie Lee Curtis, Leslie Nielsen) parat, so werden wir hier mit einer zweitklassigen Schar Jungschauspieler beglückt. Jene machen ihre sache zwar ganz ordentlich, man merkt aber sofort das hier kaum geballte Erfahrung am Werke ist. Einzig Jonathon Schaech (The Forsaken) weiß zu überzeugen. Dieser Schönling ist einfach die Fiesheit in Person. Völlig ausdruckslos und eiskalt geht der Bengel zu Werke.
Das ist allerdings auch schon alles. Ein Slasher hat meißtens die Attribute BLOODY & GORY. Wer darauf wert legt, der ist hier durchweg falsch. "Prom Night 08" trieft nicht vor Blut, Innovation oder gar Spannung. Eher das Gegenteil ist der Fall.
Sicher muss nicht immer das Blut Braindead-like Hektoliterweise spritzen, aber dennoch wirken die Morde etwas unspektakulär und unblutig. Spannend ist der Plot schon allein daher nicht, das es kein "Wer-ist-der-Mörder" Spielchen alá "Scream" gibt. Man weiß nach 10 Minuten wer der Killer ist, was er vorhat und wie er es umsetzen wird.
FAZIT:
Der Film ist leider Gottes stinklangweilig, uninspriert und unspektakulär. Einen passablen Slasher zu schaffen ist ansich nicht schwer. Etwas mehr Gore, vielleicht einen "Star" um das ganze schauspielerisch aufzuwerten, und ein guter Score der die Shock-Momente untermalt, damit wenigstens etwas Spannung aufkommt. Denn diese fehlt "Prom Night 08" durchweg. Mit ein bischen guten Willen gebe ich für diese Schlaftablette noch
3/10 Punkten