Poet (Jack Nicholson) legt sich gerade mit dem Besitzer der Tankstelle an, an welcher er arbeitet- als dort die Hells Angels zum tanken einfahren. Diese sind zwar auf Krawall gebürstet und beschädigen erstmal den Scheinwerfer von Poet's Motorrad, doch durch seine coole Reaktion und der Art wie er seinem Ex-Chef gerade die Meinung sagte wird er den Rockern sympathisch.
Er schließt sich den Angels kurzentschlossen an, muss aber schon bald feststellen, dass diese nicht nur zum Spaß pöbeln und prügeln-sondern auch vor Mord nicht zurückschrecken. Das Problem: Poet interessiert sich für die Freundin des Anführers- und sie sich auch für ihn...
Ein Film mit Jack Nicholson, den echten San Francisco-Hells Angels samt deren bekanntestem Namen Sonny Barger- und einer FSK 18. Das weckt ja wohl Erwartungen, oder? Leider werden diese nur teilweise erfüllt.
Der erste Fremdschäm-Moment kommt schon im Vorspann: Da lässt doch glatt einer dieser unglaublich coolen Rocker seinen Hinterreifen auf einer Wiese durchdrehen. Das muss man erstmal schaffen. Respekt! Dann folgen ein paar Biker-Szenen, die deutlich sichtbar schneller laufen als sie gedreht wurden, was wohl rasant und cool wirken soll- und das ganze wird auch noch von Beginn an
mit einer teils peinlichen Blödel-Synchro samt unpassender gute-Laune-Musik gekrönt.
Immerhin macht sich Nicholson gar nicht so schlecht als Rocker und auch die anderen Biker kommen (logischerweise) recht authentisch rüber. Woher die FSK 18 kommt ist aber eher ein Rätsel, die Prügeleien (und teils auch Dialoge)
bewegen sich eher auf Spencer/Hill-Niveau. Das kann ja durchaus unterhaltsam sein und ist es teilweise auch, allerdings glänzt die Mitte des Films eigentlich nur mit Langeweile. Das unglaublich blöde, schnelle Ende versaut dem Film dann auch noch den letzten Rest der Chance auf eine akzeptable Bewertung.
4/10