Danny DeVito und Arnold Schwarzenegger sind zwei Wissenschaftler, die eine neue Wunderdroge entwickelt haben, mit der eine sichere Schwangerschaft gewährleistet werden soll. Als den beiden jedoch der Geldhahn abgedreht werden soll, schluckt Schwarzenegger die Droge, um zu beweisen, dass sie funktioniert. Schwarzenegger wird schwanger, doch statt das Kind wie vereinbart abzutreiben, entschließt er sich es zu bekommen.
Die Grundidee ist relativ innovativ und hätte durchaus frischen Wind in das verstaubte Genre bringen können. Doch statt diese in eine gute Story zu packen, bedient man sich einmal mehr einiger Klischees und strickt die gesamte Handlung nach gängigen Mustern, womit sie leider sehr vorhersehbar ist. Man gibt sich wenigstens Mühe, die gesellschaftliche Reaktion auf einen schwangeren Mann einigermaßen authentisch darzustellen, scheitert aber dennoch daran, um dieses brisante Thema eine Story mit emotionaler Tiefe zu konstruieren, da auch die Charakterkonstruktion komplett klischeehaft gestaltet ist. Die Dialoge sind einigermaßen amüsant und können vor allem durch die "Verweiblichung" Schwarzeneggers ein paar Höhepunkte liefern.
Regisseur Evan Reitman ist mittlerweile einer der erfahrensten Filmemacher wenn es um Komödien geht. Außerdem arbeitete er mit "Twins" schon einmal mit dem Duo Schwarzenegger und DeVito zusammen und konnte mit "Ghostbusters" 1 und 2 große Erfolge feiern und auch nach "Junior" ging es mit "Sechs Tage, sieben Nächte" und "Evolution" erfolgreich weiter. Aber dieser Film ist sicherlich einer seiner schlechteren. Die Filmmusik wählt er zwar routiniert aus und kann vor allem die amüsanten Stellen gut unterlegen, aber dennoch macht er grobe Fehler. Er dosiert die Gags sehr schwach und hätte einige mehr einbauen sollen, denn für eine Komödie ist "Junior" bei weitem nicht lustig genug. Darüber hinaus hätte er gerade bei einer solche, doch recht emotionalen Komödie besser auf gute Wortwitze, wie man sie beispielsweise von Woody Allen kennt, statt auf solch klamottenhaften und billigen Slapstick-Humor gesetzt. Immerhin trifft er mit Arnold Schwarzenegger eine hervorragende Wahl, da die Verweiblichung der Hauptfigur anhand des sonst so knallharten Action-Stars umso besser dargestellt wird.
Der Unterhaltungswert ist mäßig. Durch die hohe Vorhersehbarkeit kann der Film zunächst einmal überhaupt keine Spannung aufbauen und darüber hinaus sehr mäßig unterhalten. Hätte Reitman mehr Gags und vor allem bessere Gags eingebaut, wäre der Film noch zu retten gewesen, aber so ist der Streifen dann doch recht langweilig. Vor allem zum Ende hin wenn Reitman den verkorksten Versuch startet trotz der klischeehaften Charakterkonstruktion emotionale Tiefe zu heucheln, ist der Film endgültig langweilig. Jüngere Zuschauer könnten vielleicht noch ihren Spaß mit der kurzweiligen Komödie haben, aber ansonsten ist er nicht sonderlich empfehlenswert.
Arnold Schwarzenegger, der nach seiner Glanzzeit als Action-Star immer häufiger in diversen Familien-Komödien mitwirkte, ist sichtlich gut gelaunt. Er zeigt, dass er eine große Eigenironie und scheut nicht davor zurück, sich selbst auf die Schippe zu nehmen, um die Zuschauer zu belustigen. Darüber hinaus harmoniert er nach "Twins" erneut hervorragend mit seinem Kollegen Danny DeVito, der einmal mehr unter Beweis stellt, dass er bereits jetzt ein Altmeister in Bezug auf Komödien ist. Die beiden hervorragenden Stars korrigieren den Unterhaltungswert noch ein bisschen nach oben und siedeln den Film damit im unteren Mittelmaß an. Auch der übrige Cast kann sich sehen lassen.
Fazit:
Aus der guten Grundidee hätte Ivan Reitman mehr machen müssen, zumal er mit seinem guten Cast alle Möglichkeiten hatte. Leider setzt er den Film ein wenig lieblos in Szene und verliert sich in Klischees. Darüber hinaus setzt er auf einen sehr klamottenhaften Humor, statt emotionale Tiefe aufzubauen und auf niveauvolleren Wortwitz zu setzen. Für ganz langweilige Stunden ist die kurzweilige Komödie sicherlich geeignet, aber wirklich viel bieten kann sie nicht.