Review

Die Wissenschaftler Dr. Alex Hesse und Dr. Larry Arbogast forschen an dem Medikament "Expectane", welches das Risiko einer Fehlgeburt minimieren soll, indem es verhindert, dass der Körper den Embryo vorzeitig abstößt. Da sich jedoch die FDA querstellt, bevor sie Versuche am Menschen durchführen können, entschließen sich die Forscher zu einem gewagten Selbstexperiment: Um die Wirksamkeit von "Expectane" zu beweisen, lässt Alex sich von Larry eine befruchtete Eizelle, die dieser in den Beständen der Genetikerin Dr. Diana Reddin aufgetrieben hat, in die Bauchhöhle einpflanzen. Anstatt die "Schwangerschaft" aber wie geplant nach einigen Wochen abzubrechen, entschließt sich Alex irgendwann, "sein" Kind tatsächlich auszutragen... "Junior" ist der krachend gescheiterte Versuch von "Ghostbusters"-Regisseur Ivan Reitman, gemeinsam mit dem Hauptdarsteller-Duo Arnold Schwarzenegger und Danny DeVito den Erfolg seiner 1988er-Komödie "Zwillinge - Twins" zu wiederholen und dabei deren eh schon weit hergeholte Prämisse mit einem noch absurderen One-Joke-Konzept zu toppen, welches da lautet: "Stell' dir vor, der Terminator is' schwanger!"... was da als Idee ungefähr drei Sekunden lang amüsant und für etwa einen Grinser gut ist, wird hier aber nun leider über Gebühr und mit Gewalt auf abendfüllende Länge gedehnt und darüber hinaus auch keineswegs mit irgendwelchen funktionierenden Gags aufgefüllt, so dass das Ganze im Ergebnis geradezu schon als eine filmische Grausamkeit sondergleichen durchgeht. Tjoa, uralte Schwangerschafts-Witzchen über Morgenübelkeit und empfindliche Nippel werden halt nicht wirklich lustiger, nur weil sie sich hier ein doppelt gegen den Strich als Wissenschaftler und werdende "Mutti" besetzter Arnold Schwarzenegger ohne Sinn für das passende Timing förmlich rauspressen muss. Tatsächlich ist "Junior" für mich sogar ein harter Kandidat für den Titel des schlechtesten Schwarzenegger-Streifens überhaupt... und da lasse ich solche Schoten wie "Batman & Robin" oder "Herkules in New York" nicht mal unter'n Tisch fallen! Handlungsmäßig echt öde zieht sich die Chose da ohne gute Lacher wie Kaugummi bis zum Abspann und in Erinnerung bleibt da im Anschluss vermutlich nur eine kurze Alptraum-Sequenz mit Arnold als groteskem CGI-Baby direkt aus der Hölle... ein verstörender Anblick, der in Sachen Ekelhaftigkeit allenfalls nur knapp unter "Die 120 Tage von Sodom" rangiert. Übrigens: Dass die beiden größten Action-Stars der 80er Jahre in den frühen 90ern so vehement versucht haben, ebenfalls im Comedy-Bereich Fuß zu fassen und sich dabei irgendwann mit furchtbaren Filmen gegenseitig immerzu unterboten haben, ist rückblickend betrachtet nur noch kurios... und "Junior" lässt dann selbst den notorischen Mega-Flop "Stop! Oder meine Mami schiesst", der zumindest inhaltllich noch ein klein wenig auf Sylvester Stallone zugeschnitten gewesen ist, im direkten Vergleich gar nicht mal so mies aussehen...

2/10

Details
Ähnliche Filme