In der fernen Zukunft, lt. dt. Titel also das Jahr 1994, düst eine Bad-Ass-Biker-Kannibalen-Gang marodierend & mordend durch die zerstörte Gegend, auf der Suche nach was zu essen & was zu bumsen. Deren Boss BIGMAN (Ian Steadman) ist allerdings mächtig sauer, denn kaum haben sie mal Frauen aufgespürt, nibbeln die durch die Dummheit seiner (stummen) Männer auch schon ab. Die eine wird von einem Biker erschlagen, die andere rammt sich selbst ein Messer in den Leib. Nächster Halt: Eine Farm, wo sich eine kleine Familie samt scharfer Teenager-Tochter (Zoli Marki) niedergelassen hat. Doch Hilfe naht in Form des blonden Einzelgängers Adam Strong (Morgan Stevens).
Eine grimmige Dystopie im Sog von Mad Max 2, entstanden in Südafrika & inszeniert von Percival Rubens. Diesmal muss nicht die Atombombe als Auslöser der trostlosen Endzeit herhalten, sondern die Neutronenbombe. Origineller wird’s nicht. Boss BIGMAN, der bestimmt von George Eastman gespielt worden wäre, wäre der Film in Italien gedreht worden, ist so böse, der hat sogar einen abgerissenen Puppenkopf auf seinen Helm getackert.
Die Kannibalismus-Thematik wird bloß angedeutet & trotz ein paar Shootouts & Explosionen ist die Action kaum der Rede wert. Der Endkampf hingegen ist nicht schlecht, obwohl ich ihn etwas spektakulärer & weniger fake in Erinnerung hatte. 1994 habe ich nämlich 1984 (oder 1985) im Kino gesehen & da fand ich die Szene, als Adam eine Schaufel effektiv einsetzt, schon verdammt geil. Insgesamt hat sich der Streifen jedenfalls besser gehalten, als ich vermutet hatte. Es ist kein Kracher, aber durchaus passable B-Survival-Action im Post-Nuke-Gewand.