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"Die Hure" ist ein Meisterwerk von Ken Russell, in dem er den Arbeitsalltag einer Prostituierten darstellt.
Der Film basiert auf einem kontroversem Theaterstück, und das merkt man stellenweise deutlich: Die Schauplätze sind einfach gehalten und bei einigen Monologen spricht die Protagonistin direkt in die Kamera.

Dadurch wird das Werk zu der wohl realistischsten und schonungslosesten Milieu-Studie überhaupt. Die krasse Authenzität dises rohen Films findet sich auf jeden Fall selten.

Sämtliche Schauspieler agieren glaubhaft, besonders Hauptdarstellerin Theresa Russell. Klischees werden konsequent vermieden und so driftet der triste Stil niemals in Unterhaltungs- oder Drama-Gefilde ab.
Eigentlich ist " Die Hure " aber höchst unterhaltsam für diese Art Werk, Ken Russell verzichtet auf optische Spielereien und inszenatorische Schnörkel.Wie für den Regiesseur typisch sind die Gewaltszenen keineswegs exploitativ, sondern schwer verdaulich und für den krassen Realismus unverzichtbar.

Insgesamt noch besser als Russells großartiger Huren - Film "China Blue bei Tag und Nacht".

10 / 10

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