Review

Was, sie wollten gar nicht noch eine Leslie-Nielsen-Parodie auf irgendwelche Filmgenres? Na, willkommen im Klub! Aber für alle, die sich trotz der sichtlichen Ermüdungserscheinungen dieser Filmgattung, immer noch im Sessel rollen können, machen wir es kurz.

Nein, "Sehr verdächtig" ist nicht schlecht, er ist auch nicht langweilig und ja, er ist deutlich besser als der geradezu unheimlich witzlose "Agent 00", den er vorausgeschickt hat.
Aber trotzdem beschleicht einen beim Ansicht dieses Films das Gefühl, daß der Witz allmählich abgenudelt ist. Ja, wir hatten das schon, und ehrlich gesagt, es war wesentich witziger, als es noch nicht hauptsächlich darum ging, drei Dutzend bekannte Filme im eigenen Streifen unterzubringen. "Die nackte Kanone" war ein Original, daß sich auf nichts Bestimmtes bezog, allerhöchstens auf das Polizeifilmgenre allgemein, hier kann man bekannte Vorbilder zählen und das über die ganze Zeit.
Das mag wohl Spaß machen, aber auch Nielsens Knautschgesicht wird langsam müder und man wäre für ein originelleres Drehbuch dankbarer gewesen.

Immerhin, diverse Gags zünden immerhin recht gut, vor allem, wenn man den Parodie-Sektor verläßt und sich auf geniale Side-Gags verläßt. Stets gibt es am Rande etwas Schönes zu entdecken, bis man dann wieder mit der Nase auf Althergebrachtes gestoßen wird, für das Nielsen einfach zu schade ist.

So wirkt denn auch so manche Parodie sehr bemüht, angestrengt konzipiert, um irgendwie in dem Film untergebracht werden zu können und sei es mit der Brechstange. Und so ächzt das Konstrukt in allen Fugen, um nach knapp 90 Minuten noch über die Runden zu kommen.

Pat Proft ist eben kein Zucker, auch wenn er für sie geschrieben hat und die Tatsache, daß Deutschland diesen Film mitproduziert hat, beweist, daß hier mit Nielsen einfach eine Cash Cow noch einmal gemolken werden sollte, ehe sie zur Schlachtbank kommt. Die nächste Katastrophe aus diesem Topf wird denn nun auch schon seit 2-3 Jahren vor den Zuschauern versteckt: 2001- A Space Travesty.
Immerhin: Nielsen scheint Spaß zu haben und das Amusement ist so eben ausreichend, wenn auch bedeutend stört, daß gerade der Hauptdarsteller nicht seine gewohnte Synchronstimme hat. Der Rest vom Cast spielt angemessen und so will ich diesem Film auch nicht böse sein, denn das hat er nicht verdient.

Für Komplettisten okay, für Nielsen-Fetischisten Pflicht, für wahre Fans auszulassen.
Gut, das war's, nächster Film... (5/10)

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