Review

Lauer Luftstoss um nix...


Und wieder schwärme ich ich einmal mehr um meine Lieblingsdekade der 80er Jahre, die voll waren mit filmischen und musikalischen Highlights und viel Kultpotential aufwiesen, wie kein anderes Jahrzehnt, weder zuvor und noch weniger danach. Leider hatten die goldnen 80er auch ihre Schattenseiten und ihre weniger anspruchsvollen, sowie unbekannten Filmtitel, von denen es besser war, in der Versenkung zu verschwinden; Auf nimmer Wiedersehen, oder Tschö mit Ö. Aber wie es mit Schätzen oder vermeintlichen Grabbeilagen so ist, werden sie immer wieder aus den Tiefen empor gehoben und für jüngere Generationen preis gegeben, damit diese verbrochenen Filmschmutz verdauen können. Einer dieser Filmverbrecher war Neil Callaghan, der bis auf "Rückkehr Feuer"? dämlicher Untertitel, nichts auf die Wäscheleine brachte. Und das ist vielleicht auch gut so.

Steve Parrish, der gerade aus dem Krieg zurückkam, hat erneut Probleme: Eine Drogenbande hat seinen ebenso hässlichen Sohn entführt, um ihn dranzukriegen. Doch sie haben die Rechnung nicht mit dem kampferprobten Parrish gemacht, der entzürnt rot sieht und einen nach den anderen von der Strasse wischt. Doch auch sein ehemaliger CIA- Arbeitgeber, der mit dem Drogensyndikat gemeinsame Sache macht, fällt ihm in den Rücken. Es kommt zur feurigen Eskalation.

Klingt nicht spektakulär und einfach nur simpel gestrickt? Was nur den Anschein erweckt, ist hier leider volle 90 Minuten Programm. Hier stellt sich berechtigterweise die Frage: Trashjuwel oder Rohrkrepierer? Die Tendenz geht in beide Richtungen und "Der Dschungelwolf 2" bewirbt sich direkt als waschechter "SchleFaz" Kandidat. Was zu Beginn als Vietnam-Parcoursspektakel dargestellt wird, wird im Laufe des Films nicht besser. Hauptakteur Ron Marchini, auch bekannt aus Machwerken, wie "Karate Cop", zeigt hier in dem von Anfang an auf Dauergeballer geprägten Billig-Actioner, was er am allerbesten kann: nicht viel! Als anerkannter C-Star unter Gürtellinie bietet der Marterial Arts Star nicht mal Overacting. Immer mit selber steifer Ausdrucksmine und stets in Bewegung, mausert sich der Amerikaner hohl und verkommen durch das Nichts an Story.

Geprägt wird der Trash durch dämliche Besserwisserphrasen und ohnehin miserabler Schauspielerei; Müll in Reinkultur eben.Die beklopfte und ziemlich deplazierte Musik stört sich ebenso am genervten Zuschauer, wie die völlig zügellos verkackten Szenengegenschnitte bei den missratenen Verfolgungsjagden und Autostunts, die eher an beliebte 80er Jahre Actionserien erinnern. Hinzu kommt, das Batman-Leinwandlegende Adam West sich völlig im falschen Film verlaufen hatte. Nach seinem Kultauftritt als geflügelter Serienheld war auch schon schnell Schluss mit der Karriere und es ging rapide abwärts, so tummelte sich West in niederen Stusswerken wie diesen herum, um ein paar Kröten zu verdienen, um den Lebensabend zu finanzieren.

Callaghan lebte frei das Motto: Hauptsache viel sinnbefreiter Krawall, Unlogik, null Spannung, keine Reize. Hier wird nicht nur schlecht gestorben, sondern ebenso völlig verblödete Antiprotagonisten aufgeboten, die zu allem unfähig sind, aber wehe dem, Herr Manchini tritt vor den Herrn, dann reicht ein Schuss und hunderte Schurken fallen tot um. Selbst der minderbemittelte hässliche Sohn, der sein Ebenbild stellt, greift zur Waffe und wenn Frauen kämpfen, wird' s peinlich. Ein weiterer Teil wäre niemanden zuzumuten gewesen.

Unspektakuläre Billig-Action vom Discounter, die weder fesselt noch stauen lässt. Langweilig, banal, schlecht gespielt und spröde wie Spliss. Eben nur ein dröger wie dämlicher Actionkrimi ohne Hand und Fuss mit vielen Toten, fliegenden Handgranaten und dröhnendem Dauerfeuer, sowie desaströsen Autoverfolgungsjagden; getreu dem Motto: Jeder Tote macht einen guten Actionfilm.....weit gefehlt!!! Aber eines ist gewiss: Eine Nominierung für SchleFaz hat er verdient!


Ist die FSK:18 Freigabe gerechtfertigt? Stumpfe und hirnlose Gewaltorgie, bei der es nur um Rache und Töten geht. Bildlich zwar nicht so extrem, da man aus Kostengründen auf Blut verzichten musste, aber gewalthaltig allemal. Kann man geben!

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