Ein Wissenschaftler versetzt eine Mannschaft der Navy-Seals zurück in die Kreidezeit, um sie auf eine Suchmission zu schicken. Doch den Männern folgt bei ihrer Rückkehr durch das Zeitportal ein riesiger Dinosaurier…
Ein nicht vorhandenes Budget hat die Jungs von Asylum ja noch nie abgehalten, einen ihrer gefürchteten Mockbuster auf den ahnungslosen Zuschauer abzufeuern. 100 Million BC erinnert auf den ersten Ton an Emmerichs 10000BC, ist aber auch noch eine wilde Mixtur aus Jurassic Park, lost World, Stargate und eine Prise Godzilla ist auch noch mit dabei (sogar 3x Emmerich, da lohnt sich doch langsam ne Plagiatsklage). Zusammengquirlt wird das ganze zu einer chaotischen Storyline, deren wissenschaftliche Grundlage in vielen Aspekten selbst von Laien als fragwürdig bezeichnet werden darf. Aber egal, es gibt Dinos und automatische Waffen, da kann ja nicht viel schief gehen, sollte man meinen.
Die menschlichen Darsteller sind allerdings wieder mal nicht gerade die Creme de la Creme der Branche, aber mit etwas Augenzwinkern noch als grenzwertig akzeptabel zu bezeichnen. Von der Synchro kann man dies mal wieder nicht behaupten, teilweise absolut unpassende Stimmen emotionslos vorgetragen, wirken nicht gerade allzu stimmungsaufhellend. Die Dinos sind fast zur Gänze am Computer entstanden und zwar schlecht, fast schon komisch wirkt es dabei wenn die billig zusammengepixelten Viecher mit den realen Personen zusammen im Bild sind. Ob man das jetzt komisch oder traurig nennt, soll jeder selbst entscheiden.
Immerhin wird 100 Million BC (obwohl im Film selbst dauernd von 70 Million BC die Rede ist) nicht langweilig, irgendwas passiert eigentlich immer und sei es noch so doof. Mein Trashsensor hat jedenfalls öfter Alarm gegeben, besonders dann wenn sich Dinos als Experten der olympischen Disziplin Hochsprung entpuppen und das jemand mit einer Handgranate nach einem Flugsaurier wirft gabs bisher meines Wissens auch nicht. Spätestens im Showdown wird dann der möglicherweise restliche gesunde Menschenverstand eh über den Haufen geworfen und Unlogik und Chaos dürfen gemeinsam in den Sonnenuntergang reiten.
Ach ja, Asylum, Filmschmiede des gepflegten Wahnsinns. 100 Mio BC ist wieder mal ein Murksfilm, der aber wenigstens etwas zu unterhalten vermag. Wer zB Transmorphers gesehen, wird wissen zu welchen qualitativen Unfähigkeiten die Produktionsgesellschaft fähig ist.
3/10