100 Million BC ist ein Asylum Film, der nicht zu verwechseln ist mit Roland Emmerichs 10.000 BC. Trotz dem ähnlichen Titel hat der Film aber nichts mit Emmerichs Werk zu tun. Statt dessen handelt der Film von einer Rettungsmission durch die Zeit, weil im Laufe des Philadelphia Experiments versehentlich Soldaten 70 Millionen Jahre zurück in die Zeit geschickt wurden. Unter der Leitung von Dr.Frank Reno (Michael Gross - bekannt aus der Tremors-Reihe) reist eine bunte Truppe Soldaten also in dieselbe Zeit um die Leute zurückzuholen. Dort bekommen sie es mit verschiedenen Dinosauriern zu tun, können aber tatsächlich noch Überlebende finden. (u.a. Christopher Atkins - die blaue Lagune). Bei der Rückreise schaffen sie es leider nicht mehr rechtzeitig das Portal zu schließen woraufhin ein riesiger Raubsaurier "Big Red" genannt in die Gegenwart gelangt... mitten in eine Großstadt...
Die Story hat zwar ein paar Logiklöcher zu bieten, zB wenn kurz vor Schluss noch ein weiterer Zeitreisender auftaucht und eine krude Geschichte erzählt wie er dorthin gelangt ist, aber diese halten sich in Grenzen. Wenn man mal von den üblichen Problemen die eine Zeitreise mit sich birgt absieht, die hier aber einfach ignoriert werden. Aber das ist auch ein Film und keine wissenschaftliche Abhandlung also lass ich diese mal außer Acht in der Bewertung.
Die Figuren verhalten sich teilweise einfach nur dämlich, beispielsweise wenn ein Soldat ernsthaft mit einer Handgranate nach einem Flugsaurier schmeisst! Und damit erst den großen Big Red auf die Truppe aufmerksam macht.. dennoch ist unter den Schauspielern nicht alles schlecht. Besonders Michael Gross und Christopher Atkins, die ohnehin die erfahrensten unter den Schauspielern sind, spielen ihre Figuren durchaus überzeugend und heben damit das Gesamtniveau. Zum Glück haben die übrigen Figuren nicht soviel Screentime, so dass deren "Schauspielkünste" nicht so sehr ins Gewicht fallen.
Negativer fallen die Special Effects auf, die das größte Manko des Films darstellen. Diese sind einfach nur... schlecht! Da wirken viele Computerspiele die 10 Jahre alt sind realistischer.
Aber es gibt auch einen sehr positiven Aspekt: Der Spannungsaufbau. Der ist zwar sicherlich von andern Klassikern wie Jurassic Park abgeschaut worden, aber trotzdem sehr gelungen. Eine sehr interessante, spannende Einleitung, dann die freundlichen Szenen direkt nach der Zeitreise, woraufhin sich die Bedrohung nach ersten Dinosaurierangriffen immer weiter steigert.
Der Score ist nicht der Rede wert, fällt aber auch nciht weiter ins Gewicht, die Regie hat eigentlich kaum Aussetzer, wirkt alles in allem solide.
Fazit: Mit 100 Million BC hat The Asylum diesmal einen ihrer besseren Filme zu bieten. Natürlich sind die Special Effects grottig, viele Nebendarsteller mies und die Story hat ihre Schwächen. Auf der anderen Seite stehen ein gelungener Spannungsaufbau, und zwei ordentliche bis gute Darsteller in den Hauptrollen, die vieles wieder wett machen. Wen die Special Effects nicht stören, kann sich hier durchaus gut amüsieren! 5/10 Punkten