Regisseur Tom Tykwer ("Parfum - Die Geschichte eines Mörders") schuf mit „Lola rennt“ einen abwechslungsreichen und für die Verhältnisse des deutschen Filmes sehr rasanten und gut in Szene gesetzten Thriller.
Inhaltlich ist es im wahrsten Sinne des Wortes immer dasselbe, gleich ganze dreimal. Jedoch wurde jeder der erneuten Anläufe der beiden ihr Ziel zu erreichen mit immer wieder neuen Ideen verziert und geht somit eigentlich gut ineinander über. Sämtliche Charaktere tauchen an allen möglichen Stellen des Filmes wieder auf. Sei es nur der Straßenpenner oder der Krankenwagen. Ebenfalls schön bzw. sehr einfallsreich sind die kurzen Aussichten derer Personen mit denen Lola auf ihrem Weg in Kontakt kommt. Leider sind alle Auswege als sehr extrem zu bezeichnen, so dass „Lola rennt“ sich doch teilweise stark fernab der Realität befindet. Ist aber meiner Meinung nach bei diesem Film eher zweitrangig. Verfeinert wird das ganze Bild dann noch durch Splitscreens, welch zum Teil zum Einsatz kommen.
Hauptsächlich lebt „Lola rennt“ jedoch von der Spannung bzw. der stetigen Frage was wohl als nächstes passieren wird. Ihre Tour durch Berlin wurde dabei sehr gut in Szene gesetzt und auch gelegentlich mit ein paar Zeichentrick – Einlagen verfeinert. Letzteres kann man wohl in dieser Form als bis dato Einzigartig im deutschen Film bezeichnen. Auch Franka Potente („Anatomie“, „Creep“, „Bourne Identität (Verschwörung)“)) und Moritz Bleibtreu („München“, „Das Experiment“) machen ihre Sache sehr gut und Lola (Franka Potente) wirkt mit ihrem roten Schopf ebenso fetzig wie die musikalische Untermalung des Filmes, welche zum Grossteil aus Techno- bzw. Dancebeats besteht. Natürlich nicht zu vergessen der Hit von Franka Potente und Thomas D. "Wish" welcher sich auch in den Charts sehr gut machte. Dieser ist in sämtlichen Versionen und Remixen des öfteren im Film zu hören.
Alles in allem ist „Lola rennt“ ein sehr guter und spannender Thriller aus deutschen Landen, welcher zwar die Filmwelt nicht verändern wird, jedoch allemal einen sehr guten Beitrag dazu stellt. Insbesondere die Inszenierung, sowie die musikalischen Untermalung sprechen für den Film.