Ohne große Erwartungen ging ich gestern in "Get smart". Die Kritiken waren zwar fast alle gut, doch sprachen viele auch von ein paar Längen und zu wenig Humor. Da frage ich mich nach dem Betrachten des Streifens, ob diese Leute wirklich den richtigen Film gesehen haben.
"Get smart" legt gleich von Anfang richtig los und zündet ein Gagfeuerwerk ab, welches seinesgleichen sucht. Die durch die Bank blendend aufgelegten Charaktere reißen mit (allen voran ein grandioser Steve Carell) und kommen auch noch wahnsinnig sympathisch (die Guten natürlich) rüber. Aber auch Terence Stamp auf der bösen Seite liefert mit seinem trockenen Humor eine tolle Performance ab. Ein weiteres Plus des Films ist, dass es kaum Holzhammer- oder Fäkalhumor gibt. Auch vermeidet es "Get smart", Witze über Fettleibigkeit abzulassen. Die Tanzszene zwischen Smart und einer etwas, ähem, kräftiger gebauten Dame zeugt hierfür als toller Beweis davon, wie elegant man ein solches Klischee umschiffen kann. Dafür beide Daumen hoch!
Es gibt wirklich nur ganz wenige Witze, die nicht wenigstens ein Schmunzeln hervorrufen. Aber Regisseur Peter Segal versteht sein Handwerk einfach, siehe "Die Wutprobe" oder "50 erste Dates". Ich mache es kurz: Für mich ist "Get smart" eine der besten Komödien der letzten Jahre. Dafür gibt`s von mir auch dicke 8 Punkte!